Zu viel Lärm am Sägewerk im Fuchstal – Amtsgericht verhängt Geldauflage

Weil sein Sägewerk in Fuchstal/Asch zu nachtschlafender Zeit zu viel Lärm verursacht hat, muss Unternehmer Helmut Pröbstl eine Geldauflage von 10000 Euro zahlen. Im Gegenzug wurde das Verfahren wegen „vorsätzlichen Verursachens von Lärm“ eingestellt. Zu dieser Einigung kam man vor kurzem im Amtsgericht Landsberg.

Bereits im Jahre 2002 hatte Pröbstl beim Landratsamt Landsberg eine Erweiterung der Produktionszeiten seines Betriebes beantragt. Er erhielt damals die Auflage, dass Be- und Ent- ladetätigkeiten nur zwischen 6 und 22 Uhr stattfinden und darüber hinaus nachts nur bestimmte Teile der Anlage betrieben werden dürfen. Insbesondere soll in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr jeweils nur ein Portalkran laufen. Wie im KREISBOTEN berichtet, wurden Polizei und Landratsamt im vergangenen Jahr durch Beschwerden von Anwohnern darauf aufmerksam, dass diese Auflage zeitweise missachtet worden war. Es gab ein Bußgeldverfahren wegen zweier fahrlässiger Verstöße. Als sich die Vorfälle danach wiederholten, erließ die Staatsanwaltschaft Augsburg wegen der „vorsätzlichen Verursachung von Lärm“ einen Strafbefehl über 18000 Euro. Dagegen aber legte Helmut Pröbstl Einspruch ein. Bei der Hauptverhandlung einigten sich Gericht, Staatsanwalt und Angeklagter darauf, das Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage einzustellen. Dies ist nur bei Vergehen möglich, bei denen das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung gering ist. Die 10000 Euro aus dem Sägewerk sollen einem sozialen Zweck zugute kommen.

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