Landsbergs Jahresabschluss 2018

Der Kämmerer und sein Feuerwerk der guten Zahlen

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Eine der ganz dicken Investitionen des vergangenen Jahres war die Erweiterung und Sanierung der Mittelschule Landsberg.

Landsberg – Zum letzten Mal hat der scheidende Stadtkämmerer Peter Jung vergangenen Woche im Finanzausschuss einen Jahresabschluss präsentiert. Demnach schloss die Stadt das Haushaltsjahr 2018 mit einem „Feuerwerk an guten Zahlen“ abgeschlossen, wie Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) hervorhob. Mit einem Überschuss von 16,4 Millionen Euro wurde das Vorjahr deutlich übertroffen und der konservative Haushaltsansatz von 4,4 Millionen Euro erst recht.

Laut Jung verzeichnete die Stadt Landberg im vergangenen Jahr neue Rekorde bei den Steuereinnahmen (63 Millionen Euro), über die Hälfe davon (34,3 Millionen Euro) aus Gewerbesteuern. Kredite mussten nicht aufgenommen werden, der Schuldenberg wurde auf 39 Millionen Euro reduziert. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt jetzt 1.339 Euro.

Zündete zum Abschied noch ein „Feuerwerk der guten Zahlen“: Peter Jung.

Von den über 20 Millionen Euro, die für neue Investitionen vorgesehen waren, konnten nur gut 13 Millionen tatsächlich umgesetzt werden – die häufig kritisierte Aufblähung des Haushalts mit zu vielen Vorhaben wird daran deutlich. Die größten realisierten Projekte waren die Baumaßnahme Mittelschule sowie die Errichtung der Obdachlosenunterkunft in der Jahnstraße und der Freisportanlagen im Sportzentrum. Außerdem wurden hohe Summen in neue Grundstücke am Reischer Talweg investiert.

Eine gute Ausgangslage also für die bevorstehenden Haushaltsberatungen. Was der Stadt allerdings nach wie vor nachhängt, sind die Derivatgeschäfte aus den 2000er Jahren. Noch ist nicht höchstrichterlich entschieden, ob die Stadt weitere Verlustausgleiche zu leisten hat. Seit der Klageerhebung 2012 haben sich Zinsforderungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro aufgebaut. Sollte der Rechtsstreit verloren gehen, werden diese und weitere geleistet werden müssen.

Wie berichtet, verlässt Stadtkämmerer Peter Jung die Lechstadt noch in diesem Jahr nach siebenjähriger Tätigkeit. Er wird beim Landrats­amts Weilheim-Schongau eine neue Aufgabe im Bereich der Rechnungsprüfung zu übernehmen. Seinen Abschied begründete Jung Ende Juli so: „Wenn ich so weiterarbeite, bekomme ich gesundheitliche Probleme.“ Die Nachfolge des scheidenden Kämmerers ist aktuell noch offen; die Bewerbungsfrist lief am Montag ab.
Ulrike Osman

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