Viel Platz für die Kleinen – Kinderhaus Schondorf eröffnet

„Danke, danke, danke an euch Alle, danke, danke, danke für dies schöne Haus…“, sangen die Kindergartenkinder am Freitagnachmittag begeistert im Chor. Ebenso begeistert zeigten sich auch die großen Gäste der Einweihungsfeier – von den musikalischen Einlagen der Kinder und vom neuen Schondorfer Kinderhaus.

Bürgermeister Peter Wittmaack, der das „Bad in der Menge“ fröhlicher Kinder während seiner Begrüßungsansprache genoss, versäumte es nicht, sich seinerseits bei Architekt Helgo von Meier und dessen Team zu bedanken. Bereits 1982 habe Architekt Alfred Sunder-Plassmann mit dem Schondorfer Kindergarten, der nun zum Kinderhaus wurde, eine „hervorragende Steilvorlage“ geliefert, an die sein junger Kollege Helgo von Meier im Mai 2008 mit dem Kinderhaus anknüpfen konnte: „Er hat den Mut gehabt, die alte Form aufzunehmen, weiterzuführen und in die neue Zeit herüberzuretten.“ So bekam jede Kindergarten- und Krippengruppe „ein eigenes Haus“, lobte Wittmaack. Ein Privileg Es entstand eine Kette von Gebäuden, die sich nun wie ein Halbkreis um den Garten legt. Verbunden sind Altbau und Neubau sowie die einzelnen Gruppenräume durch eine mit Licht durchflutete Halle, die allen Kindern als Begegnungs- und Spielfläche dient und sich zum Garten hin öffnet. Er empfinde es als Privileg, dass er in seinem Heimatdorf einen Kindergarten habe bauen dürfen, betonte von Meier. Dieser Auftrag sei für ihn etwas ganz besonderes gewesen. Fast vergessen waren die zahlreichen Diskussionen, die der Gemeinderat nicht zuletzt wegen der Kosten geführt hatte. Ursprünglichen hätte das Kinderhaus, das den vorhandenen Kindergarten nun von gut 500 auf 1250 Quadratmeter vergrößert und Platz für 130 Kinder zwischen zehn Monaten und sechs Jahren schafft, 1,3 Millionen Euro kosten dürfen. Dass mittlerweile unterm Strich 1,6 Millionen Euro stehen, erklärte Wittmaack nicht zuletzt damit, dass für den Anbau wider Erwarten eine eigene Heizungsanlage notwendig geworden sei, und dass man ursprünglich nur einen Krippenraum geplant habe. Aufgrund der steigenden Nachfrage habe man sich dann kurzfristig für zwei Krippenräume ent- schieden. „Die Kinder sind hier beschützt und zugleich frei“, freute sich Kinderhausleiterin Edith de Bortoli. Es sei während der spannenden Bauphase wohl in vielen der Wunsch gewachsen, Mauerer, Schreiner oder Architekt zu werden. Die besten Wünsche des Landkreises überbrachte Landrat Walter Eichner, den Segen spendeten Pfarrerin Claudia Steuer-Wünsche und Pfarrer Engelbert Kaiser.

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