Keine Lust auf Maskentragen

Zu viele mit zu wenig Abstand: Warum die Polizei in Landsberg nicht eingreift

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Der Mindestabstand wurde oft nicht eingehalten. Zudem waren mehr Menschen bei der Kundgebung, zu der die Impfkritiker ‚Levana‘ aufgerufen hatte, als angemeldet.

Landsberg – Sie wollen die „sofortige Beendigung der Shutdown-Maßnahmen und der Maskenpflicht“. Am Samstag demonstrierten dafür Menschen deutschlandweit. Dabei wurden die angemeldeten Teilnehmerzahlen überschritten, Mindestabstand wurde oft nicht eingehalten. Auch in Landsberg bei einer Veranstaltung der Impfkritiker ‚Levana.

Viele Menschen auf einem Fleck, Küsschen zur Begrüßung – ein Grund für die Polizei, die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes bei der Kundgebung auf dem Hellmair-Platz einzufordern. Oder nicht?

Angemeldet war die Kundgebung laut Landratsamt unter Auflagen: maximal 50 Teilnehmer, Wahrung des Sicherheitsabstands. Laut Polizei Landsberg waren 100 – andere sprechen von bis zu 200 – Personen anwesend. Die Veranstalter hatten ein Karrée abgesteckt, in dem Hütchen den Mindestabstand anzeigten. Dort wurden die Auflagen erfüllt, sagt Michael Strohmeier, stellvertretender Chef der Polizei Landsberg: kein Auflagenverstoß, der trotz Versammlungsrecht rechtswidrig gewesen wäre.

Zahlreiche Personen waren auch außerhalb der Absperrung zu sehen. Bei diesen habe es sich laut Strohmeier aber auch um Passanten gehalten, die nur „kurzzeitig stehenblieben“, allerdings oft ohne Mindestabstand. „Man habe mit Appellen versucht, den Abstand gemäß Infektionsschutzgesetz herzustellen, „die einen haben das befolgt, die anderen nicht“. Von einer Fahndung habe man abgesehen, da diese aufgrund der vielen Personen eine „stärkere Verdichtung“ und somit Folgeverstöße hervorgerufen hätte.

Würden Menschen hingegen direkt in Gefahr gebracht, wenn beispielsweise ein Altenheim besetzt werde, um den Besuch zu erzwingen, „würden wir da natürlich sofort eingreifen“.
Susanne Greiner

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