Besuch aus der Jazz-Metropole Wien

»Vienna Supersax« gastierte im Musiksalon Dießen

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Ein Swing-Feuerwerk der Superlative präsentierten vier Saxophonisten mit Rhythmusgruppe im Dießener Musiksalon. Hier (von links) Christian Salfellner, Milan Nikolic, Veranstalter Michael Lutzeier, Martin Fuss, Markus Harm, Oliver Kent und Herwig Gradischnig.

Dießen – Dem Stadium des Geheimtipps ist der „Musiksalon Dießen“ längst entwachsen. Die exklusiven Konzerte von Veranstalter Michael Lutzeier in Martin Brinks „Unterbräu“ locken inzwischen Fans anspruchsvoller Livemusik aus der ganzen Region in die Marktgemeinde. So waren die beiden Abende unter dem Motto „Vienna Supersax“ auch wieder fast ausverkauft.

Der Dießener Michael Lutzeier organisiert die Konzertreihe nicht nur, er steht auch meistens auf der Bühne mit seinem Bariton-Saxophon. Diesmal mit der grandiosen „Sieben-Mann-Saxophon-Mafia“, wie er die Truppe ankündigte. Vier Saxophonisten der Extraklasse und drei Musiker an Klavier, Bass und Schlagzeug, die überwiegend aus der quirligen Jazz-Metropole Wien kommen. Michael Lutzeier hat die Melodien der Blue-Note-Ära auch selbst arrangiert für sein Heimspiel mit den Gästen aus Wien.

Rund um Schlagzeuger Christian Salfellner, Pianist Oliver Kent und Milan Nikolic am Kontrabass gruppierten sich die Altsaxophonisten Markus Harm (Best National Solo-Award) und Martin Fuss, Herwig Gradischnig mit seinem Tenorsaxophon und natürlich Lokalmatador Lutzeier mit seinem Bariton-Sax. Sie intonierten Titel von John Coltrane, Art Blakey, Duke Ellington, Miles Davis und anderen Größen. Einer der vielen Höhepunkte war ein Original Solo von Chet Baker, vierstimmig gespielt von allen Saxophonisten. „But not for me“ sang einst Trompeter Chet Baker. Für die Vienna Supersax Band war das legendäre Scat-Solo des Trompeters über das Gershwin-Stück die Grundlage eines ihrer vielen schillernden Arrangements. Abwechslung brachten die feinen und durchdachten Soli von Herwig Gradischnig, das explosive Altsax von Martin Fuss, das allmächtige Bariton von Bandleader Michael Lutzeier und Preisträger Markus Harm, der sich dem Bebop verschrieben hat.

Pianist Oliver Kent mit seiner Rhythmusgruppe brachte dazwischen immer wieder Zitate aus den bekanntesten Melodien der Jazzgeschichte. Ohne elektronische Verstärker zeigte sich wieder einmal die hervorragende Akustik des zum Teil holzvertäfelten Saales im Unterbräu.

Der Überraschungsgast

Beim zweiten Konzert am Samstag gab es noch einen Überraschungsgast. Joe Frohlich war mit seiner Posaune da und stieg bei den vielen Zugaben ein. Mit über zwei Stunden Swing kam das Publikum ordentlich in Schwung und dankte mit Standing Ovations.

Bis zum nächsten Konzert im Musiksalon Dießen müssen sich die Fans noch etwas gedulden. Dafür kommt am 18., 19. und 20. Januar 2019 ein echter Weltstar mit seiner Blues Band in die Marktgemeinde: Albie Donnelly, britischer Saxophonist, Bandleader und Leadsänger der Gruppe Supercharge. Donnelly ist auch gefragter Studiomusiker und spielte unter anderem für Bob Geldof und die Boomtown Rats. Er selbst hat bereits mehrere CDs veröffentlicht.

Dieter Roettig

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