Vier auf einen Streich

Jetzt sind es Notfall-Sanitäter

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Helmut Sporer und Stephan Mayer sind an der Wache in Dießen stationiert.

Landkreis – „Notfallsanitäter“ heißt das neue Berufsbild, welches zum 1. Januar 2024 den bisherigen Rettungsassistenten ablöst. Das bisherige Rettungsassistentengesetz wurde daher zum 1. Januar 2014 außer Kraft gesetzt und das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) eingeführt. Es handelt sich hierbei um ein Bundesgesetz und regelt sowohl die Ausbildung, als auch die Kompetenzen der in der Notfallrettung eingesetzten Notfallsanitäter. Im Landkreis haben nun vier Rettungsassistenten die Ergänzungsprüfung abgelegt.

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter umfasst insgesamt drei Jahre und beinhaltet neben Einsatzkommunikation und Einsatztaktik auch die Ausbildung in erweiterte medizinische Maßnahmen, welche bisher nur Ärzten vorbehalten waren und von den Landesärztekammern für Notfallsanitäter freigegeben wurden. Diese reichen über die Gabe von bestimmten Notfallmedikamenten bis hin zu invasiven chirurgischen und internistischen Maßnahmen.

Thomas Nerlinger und Robert Skoda sind die neuen Notfallsanitäter an der Wache Landsberg.

Das Bayerische Rettungsdienstgesetz schreibt den flächendeckenden Einsatz von Notfallsanitätern ab dem Jahr 2024 vor. Daher müssen sich die bisherigen Rettungsassistenten innerhalb der festgelegten Frist bis zum 31. Dezember 2020 zu Notfallsanitätern weiterqualifizieren und dafür rund 960 Stunden die Berufsfachschulen besuchen, um anschließend in einer dreitägigen Ergänzungsprüfung ihren Abschluss zum Notfallsanitäter zu erlangen. Insgesamt werden beim Roten Kreuz in Landsberg in den kommenden vier Jahren 26 Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern weiterqualifiziert.

Im Jahr 2016 legten beim Bayerischen Roten Kreuz Landsberg bisher bereits vier Rettungsassistenten erfolgreich die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter bei den Regierungen von Oberbayern und Schwaben ab. Drei weitere Mitarbeiter werden im Dezember ihre Prüfung absolvieren. Neben den beiden Ausbildern im Rettungsdienst, Stephan Mayer und Robert Skoda, sowie dem Desinfektor Helmut Sporer legte auch der Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Landsberg, Thomas Nerlinger, die Prüfung zum Notfallsanitäter ab. Er ist damit einer von zwei Rettungsdienstleitern des BRK im Regierungsbezirk Oberbayern, welcher über die höchste nichtärztliche Qualifikation in der Notfallrettung verfügt.

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