Mit Mathe auf gutem Fuß

Mathegenies vom Ammersee holen 2. Platz bei internationalem Wettbewerb

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Brechungen, Brüche, Bruchrechnen: Die vier Mathegenies des Ammerseegymnasiums Sebastian Lempik, Michael Sigl, Lukas Franke und Maximilian Gleiser mit Betreuer Stefan Reiter (links).

Dießen – „Jonas hat zwei Teilzeitjobs. An beiden Stellen bekommt er einen festen Stundenlohn.“ Hört sich an wie eine Matheaufgabe – und ist auch eine. Gelöst haben diese Aufgabe vier Achtklässler des Ammerseegymnasiums: Lukas Franke, Maximilian Gleiser, Sebastian Lempik und Michael Sigl. Und mit ihrer Leistung haben sie sich im Juni den zweiten Platz beim Finale des internationalen Bolyai-Mathematikwettbewerb in Budapest errechnet. Als erfolgreichste deutsche Mannschaft ihrer Altersgruppe.

Der Erfolg hat schon Anfang des Jahres begonnen. Die Vier qualifizierten sich von über 100.000 Teilnehmern als erfolgreichstes deutsches Team in ihrer Altersstufe für Budapest. In der ungarischen Hauptstadt trafen sie dann auf Teilnehmer aus Rumänien, Österreich, Ungarn und Deutschland, die jeweils in Vierer-Teams gegeneinander antraten. Wo die vier Mathegenies anspruchsvolle logische und geometrische Problemstellungen mit Esprit lösten.

Nicht nur mathematisches Können, auch Teamarbeit wird beim Bolyai-Wettbewerb großgeschrieben: Um erfolgreich zu sein, müssen die Schüler nicht nur anspruchsvolle logische und geometrische Problemstellungen bewältigen, sondern sich im Team ergänzen. Und vor allem müssen sie sich auf eine gemeinsame Lösungen einigen.

Genau das gelang den vier Dießener Gymnasiasten so gut, dass sie sich schließlich nur dem ungarischen Team geschlagen geben mussten. Als Vize-Europameister in ihrer Altersgruppe erhielten sie die Silber-Medaille und Sachpreise. Zudem die Ehrung durch einen Staatssekretär aus der ungarischen Regierung bei einer stimmungsvollen Abschlussveranstaltung.

Der eigentliche Hauptpreis ist aber bereits die Einladung in die ungarische Hauptstadt gewesen: Am Donnerstagabend stieg die Mathe-Mannschaft zusammen mit zwei Müttern und Stefan Reiter, dem Betreuer des Mathematik-Pluskurses, in den Nachtzug nach Budapest. „Es war alles toll organisiert“, gerät Reiter ins Schwärmen. Zeit hatten die Reisenden nicht nur für Mathematik: „Der Wettbewerb dauerte ja nur eine Stunde“, erläutert Reiter. Und so konnten sich die Schüler bis zu ihrer Abreise am Sonntagabend dank Organisation der beiden Mütter auch noch die Stadt ansehen – samt Tretkutschenfahrt auf der Margareteninsel. Möglich war dieser Ausflug auch wegen der Unterstützung durch den Förderverein des Gymnasiums und durch das bayerische Staatministerium für Unterricht und Kultus.

Die Veranstalter des nach dem ungarischen Mathematiker János Bolyai benannten Wettbewerbs wollen Schüler mit besonderer mathematischer Begabung nicht nur fördern, sondern auch Kontaktmöglichkeiten für die Jugendlichen aus Mittel- und Osteuropa schaffen. Weshalb in Budapest auch ein Rahmenprogramm mit einer Führung durch das ungarische Parlament und dem Besuch eines – natürlich – Wissenschaftsmuseums geboten war.

Am Sonntagabend kehrten die vier Ammersee-Schüler erschöpft, aber mit unvergesslichen Eindrücken an den Ammersee zurück. Und haben bereits jetzt den festen Vorsatz, im nächsten Jahr wieder bei Bolyai mitzumachen. Vielleicht können sie ja ihre Eindrücke von Budapest dann vertiefen.

Die Jonas-Aufgabe vom Anfang geht so weiter: „Wenn Jonas in einem Monat bei der ersten Stelle doppelt so lang arbeitet wie bei der zweiten Stelle, dann verdient er in diesem Monat 4/5 dessen, was er im umgekehrten Fall verdienen würde.“ Die Frage: Wie lange muss Jonas bei der ersten Stelle arbeiten, um soviel wie in zehn Stunden bei der zweiten zu verdienen? Hätten Sie‘s gewusst?

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