KLlaus Straubinger portraitierte Walter Eichner

Mich freut's, dass ich da hängen darf!

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Dieses Portrait von Alt-Landrat Walter Eichner hängt seit wenigen Tagen im Landratsamt. Der Bremer Maler Klaus Straubinger übergab es in Anwesenheit Eichners an den Landkreis.

Landsberg – Der Bremer Maler Klaus Straubinger hat sein Portrait von Alt-Landrat Walter Eichner an den Landkreis übergeben. Landrat Thomas Eichinger enthüllte das Bild in einer Feierstunde, an der auch Eichner und seine Frau teilnahmen. Der international bekannte Künstler vollendete damit sein viertes Bild für den Landkreis; er portraitierte zuvor schon die Landräte Otto Gerbl (1945 - 1958), Bernhard Müller-Hahl (1958 - 1984) und Erwin Filser (1984 - 2002). Alle vier Gemälde sind nun im „Foyer“ im zweiten Stock des Landratsamts zu sehen.

„Ich bin positiv überrascht, gerührt und sehr erfreut“, sagte Eichner, der sich zunächst geziert hatte, portraitiert zu werden – abgesehen davon, dass er als Pensionär erst einmal Zeit für die Sitzungen finden musste. Der kreative Prozess hat wohl auch eine gewisse Zeit gedauert, denn es entstanden gleich drei voll ausgearbeitete Bilder.

Eines davon zeigt einen „hemdsärmeligen“, nachdenklichen Landrat ohne Krawatte und im Pullover. Das Landrats­amt entschloss sich aber zum Ankauf der eher klassischen Form, die Eichner vor der Silhouette der Altstadt in blauem Anzug, weißem Hemd und mit einer Krawatte darstellt, in der die Farben der deutschen Flagge angedeutet sind. „Das passte wohl eher in den Rahmen der übrigen Herrschaften“, so Straubinger.

„Walter Eichner war ein Gestalter des Landkreises“, sagte Thomas Eichinger in einer kurzen Würdigung, „nicht nur als Landrat, sondern auch zuvor als Geschäftsführer des Klinikums – sein Bild muss der Nachwelt erhalten bleiben“. Eichner gab den Anwesenden, besonders den zugezogenen Anwesenden, mit Blick auf die bereits vorhandenen Portraits gleich ein wenig Nachhilfe und schilderte die Schwerpunkte der Arbeit der vier von Klaus Straubinger portraitierten Landräte.

Gerbl habe sich besonders um das Thema Flüchtlinge kümmern und die Frage beantworten müssen: „Wie geht‘s denn überhaupt weiter in der Nachkriegszeit?“. Müller-Hahl habe die Infrastruktur ausgebaut – die Kreisstraßen und die Schwimmbäder seien besonders mit seinem Namen verbunden. Filser habe die heutige moderne Form der Abfallwirtschaft eingeleitet. Aus seiner eigenen Amtszeit hob Eichner die Weiterentwicklung der Schulen hervor und das Bemühen, die Behörde zum Dienstleister zu machen.

An seinem Portrait freute den Alt-Landrat zum einen, dass die Häuser am Lechufer darauf seien – „da bin ich schließlich aufgewachsen“. Außerdem seien seine Haare ordentlich gekämmt; er habe in jedem Sacco einen Kamm deponiert, damit er immer einen dabei habe – das habe sich in diesem Fall gelohnt. Die Tatsache, dass er auf dem Gemälde die Brille nicht aufgesetzt habe, sondern in der Hand halte, sei ganz typisch für ihn, was er sofort erneut unter Beweis stellte.

Eichner schloss mit dem Satz „Mich freut‘s, dass ich da hängen darf“ – und brachte damit alles, was noch zu sagen war, auf den Punkt.

Werner Lauff

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