Das Visier ist noch nicht justiert

Andreas Guggemos (rechts) bereitete mit Michael Hess das 3:0 vor. Foto: Krivec

Die „Riverkings“ behalten auch nach dem ersten Auswärtsspiel in der Eishockey-Landesliga Süd/West ihre weiße Weste: Mit 4:2 (2:0, 0:0, 2:2) gewann der HC Landsberg am Sonntagabend vor etwa 200 Zuschauern, darunter rund 80 Landsberger Fans, eine lange umkämpfte Partie bei den Crusaders in Fürstenfeldbruck.

Im Kader der Landsberger stand dabei erstmals mit Weis nur ein Juniorenspieler, zuzuschreiben hatten sich die Nachwuchskräfte das durchaus selbst. Nachdem die Riverkings in dieser Saison einen Kader von über 30 Spielern zur Verfügung haben, gilt die Maxime: Nur wer trainiert, spielt auch. Trotz spielfreier Woche mit ihrer Juniorenmannschaft hielten sich Jungen mit der Trainingsbeteiligung aber stark zurück und wurden somit nicht berücksichtigt. Das gleiche Schicksal ereilte auch schon Crispin Heringer und Alexander Endres. „Wir müssen diese Linie jetzt einfach durchziehen“, sagt Kapitän Markus Haschka. „Das kann auch mich oder jeden anderen treffen.“ Für die Riverkings bislang kein großes Problem, man fuhr auch zum Nachbarn mit 20 Mann auf der Bank und lag schon nach dem ersten Drittel mit 2:0 vorne. Fürstenfeldbruck schoss zwar zu Beginn öfter aufs Tor, hatte dabei aber das Visier offenbar deutlich verschoben oder scheiterte am souveränen Michael Falkenberger. Sein Gegenüber Andreas Heinze zeigte dagegen mit mehreren Unsicherheiten, warum die Gastgeber auf dieser Position im Moment über Probleme klagen. Schon nach sieben Minuten zeigte Bastian Simmler einmal mehr, dass ihm nicht viele Spieler in der Landesliga folgen können, wenn er seinen Antritt durchzieht und traf zur Führung. Christian Augst, der in der offensiv auffälligen Reihe mit Ville Dollhofer und Michael Hess erneut einen starken Auftritt hinlegte, düpierte Heinze in der 16. Minute zum 2:0. Während man sich zu Beginn mit spielerischen Mitteln gegen die kämpferisch starken Gäste noch einigermaßen schwer tat, erarbeiteten sich die Landsberger nach und nach das Übergewicht in der Partie. Statt das Ergebnis frühzeitig in die Höhe zu schrauben, ließ man aber zahlreiche erstklassige Gelegenheiten aus und visierte dabei insge­samt gleich dreimal den Pfosten an oder musste noch zusehen, wie der Puck am Tor vorbeikullerte, nachdem ein Fürstenfeldbrucker seinen Torhüter angeschossen hatte (39.). Selbst mehrere Alleingänge brachte man nicht im Gehäuse unter. Ausgerechnet in Unterzahl stellten die Riverkings dann doch noch auf 3:0 (46.). Kerber saß für die Landsberger auf der Strafbank, als Michael Hess im Forechecking nicht locker ließ, sich an der Bande gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und auf Andreas Guggenmos passte. Dessen Schuss parierte Heinze noch, doch Hess selbst setzte nach und traf. Wedl darf duschen Der jetzt scheinbar deutliche Vorsprung schmolz allerdings schnell dahin. Bei einer 4:3-Überzahl gelang zunächst Pasterny der 1:3-Anschluss (50.). Dieses Tor und einige fragwürdige Strafen in den Minuten zuvor erregten den auf der Strafbank sitzenden HCL-Verteidiger Alex Wedl so sehr, dass er wegen Reklamierens und Schiedsrichterbeleidigung weitere 30 Minuten erhielt und duschen gehen musste. Prompt fiel nur 27 Sekunden später das zweite Tor für die Gastgeber nach einem satten Schuss von Verteidiger Benjamin Hildebrandt. Volles Programm Die Crusaders mühten sich in den verbleibenden Minuten zwar redlich, der Partie noch endgültig eine Wendung zu geben, konnten allerdings nicht mehr zulegen. Nachdem man wieder vollzählig war, nahm stattdessen der HCL das Heft wieder klar in die Hand, obwohl Kapitän Haschka angeschlagen nicht mehr mitwirken konnte. Mit seinem zweiten Tor zum 4:2 machte Augst alles klar, Fürstenfeldbruck war endgültig und auch verdient geschlagen. Am kommenden Wochenende haben die Riverkings zum ersten Mal in der neuen Saison „volles Programm“. Am Freitag gastiert um 20 Uhr Burgau in Landsberg, am Sonntag treten die Riverkings um 18:30 Uhr in Kempten an.

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