Volkshochschule als sozialer Treffpunkt

Seit September leitet Eva Licciardello (Foto) die Volkshochschule Kaufering. Foto: Weh

Ein frischer Wind weht seit Anfang September durch die Volkshochschule Kaufering. Nachdem sich Lisbeth Heinrich nach 33 Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat, stehen die Bildungseinrichtung, aber auch die Theatergemeinde nun unter der Leitung von Eva Licciardello. Als Programm-Managerin für e-learning beim Bayerischen Volkshochschulverband, Dozentin für Italienisch und Deutsch als Fremdsprache oder Autorin von Lehrbüchern bringt die 47-Jährige jede Menge an Erfahrung für diese Aufgabe mit.

„Ich habe den Bereich Erwachsenenbildung seit Jahren aus verschiedenen Perspektiven kennen lernen können, umso mehr freut es mich jetzt, dass ich meine Erfahrungen hier einbringen kann“, sagt Eva Licciardello. Die Italienerin, die zwar in Deutschland geboren, aber in Italien aufgewachsen ist, hatte zunächst in Mailand Moderne Fremdsprachen und Literatur studiert, ehe sie in die freie Wirtschaft wechselte und unter anderem für Lufthansa in Italien im Marketing und Vertrieb tätig war. Seit 14 Jahren engagiert sich die Mutter von vier Töchtern im Alter von zehn bis 18 Jahren in Deutschland im Bereich der Erwachsenenbildung. Für ihre neue Aufgabe als Leiterin der vhs, aber auch der Theatergemeinde hat sich die 47-Jährige, die vor neun Jahren nach Kaufering gezogen ist, einiges vorgenommen. „Ich bin überzeugt, dass die Volkshochschulen in Zukunft als Bildungseinrichtung an Bedeutung gewinnen werden.“ Deshalb gelte es, die vhs als sozialen Treffpunkt zu erhalten. „Das e-learning kann nur eine zusätzliche Möglichkeit sein, um das Lernen flexibler zu gestalten.“ Vor allem für Senioren oder Kinder und Jugendliche möchte sie künftig das Angebot an Kursen vor Ort ausbauen. Zudem kann sich Eva Licciardello vorstellen, verstärkt mit anderen Bildungseinrichtungen, mit benachbarten Volkshochschulen, aber auch Vereinen zu kooperieren. Angebote in den Schulferien, an Wochenenden oder Kompaktkurse sollen den heutigen Ansprüchen der jeweiligen Zielgruppen gerecht werden. Ganz besonders am Herzen liegt der 47-Jährigen auch die Zusammenarbeit mit der Theatergemeinde, die mittlerweile über 700 Mitglieder zählt und für eine kulturelle Vielfalt und Vitalität in Kaufering sorgt. „Gerade auch für ältere Menschen ist die Theatergemeinde mit ihren kulturellen Veranstaltungen eine Chance, geistig aktiv und neugierig zu bleiben“, ist sich Licciardello sicher. Bei der Erstellung des neuen Programms habe sie aber auch darauf geachtet, dass auch für Berufstätige Angebote am Wochenende oder in den Ferien zur Verfügung stünden. Die vhs bietet aber nicht nur Chancen für Lernende, sondern kann, so Licciardello, auch ein attraktiver Arbeitsplatz beispielsweise für Nicht-Berufstätige wie junge Mütter in Elternzeit sein: „Jeder, der seine Erfahrungen, Qualifikationen und sein Können weitergeben möchte, kann sich gerne als Dozent bewerben.“

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