Voll im Wind

Volle Fahrt voraus hieß es jüngst für die Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft der Olympia-Jollen am Ammersee. Foto: kb

Mit einem Außenseiter an der Spitze ist am Sonntag die „Internationale Deutsche Meisterschaft“ der Olympia-Jollen auf dem Ammersee zu Ende gegangen. Göran Freise vom Wassersportverein Buckau-Fermersleben (Sachsen-Anhalt) heißt der neue Meister. Freise setzte sich nach sieben Wettfahrten mit 26 Punkten klar vor Peter Lippert (SV Rahnsdorf, Berlin) und dessen Neffen Donald Lippert (Wassersportverein 1921, Berlin) durch.

65 Segler waren beim Augsburger Segler-Club in Utting an den Start gegangen. Bester einheimischer Segler wurde Carlo Forster vom YC Schondorf auf Rang 19 vor Stefan Dömök vom gastgebenden ASC auf Rang 24. Zwei Tagessiege und je ein dritter, vierter, achter und neunter Platz reichten Göran Freise, um die Favoriten auf Distanz zu halten. Mit einem 24. Platz segelte der Achte der letztjährigen Rangliste sein schlechtestes Ergebnis, das er aber streichen konnte. Alle Konkurrenten verbrauchten ihren Streicher für Frühstarts oder misslungene Wettfahrten. Denn auf dem Ammersee herrschte nach einer Serie von Gewitterfronten vor der Meisterschaft Westwind vor – eine Richtung, an deren viele Dreher sich auswärtige Segler erst gewöhnen mussten. Doch Freise zeigte mit einem ersten Platz im ersten Rennen, dass er auf diese Bedingungen flexibel reagieren kann. Je drei Wettfahrten wurden mit westlichen Winden am Donnerstag und Freitag gesegelt. Dann kam der Sommer und mit ihm die Flaute zurück. Am Sonntag setzte Wettfahrtleiter Frank Morell auf den Schönwetter-Südwind am frühen Morgen – und lag damit richtig. Schon vor acht Uhr knallte der Startschuss zur siebten und schließlich letzten Wettfahrt. Eineinhalb Stunden später hatte Göran Freise mit einem neunten Platz in diesem Lauf seine Führung im Gesamtklassement verteidigt und erstmals den Titel errungen. Den Sieg in diesem Südwind-Rennen holte sich der Holländer Jan van Amerongen, der sich damit auf Platz zehn insgesamt verbesserte. Peter Lippert eroberte mit einem dritten Platz noch den Vize-Meister-Titel. Er hatte insbesondere im ersten Lauf einen 47. Platz zu verdauen. Bronze holte sich Donald Lippert, der nach vier Wettfahrten sogar das Klassement angeführt hatte, dann aber durch einen Frühstart maßgebliche Plätze verlor. Das gleiche Schicksal erlitt der sechsfache deutsche Meister Knut Wahrendorf (Tourensegler Grünau, Berlin), der nach einem verpatzten ersten Lauf eine erfolgreiche Aufholjagd gesegelt hatte, dann aber mit dem Frühstart wieder aus dem Rennen um die Podiumsplätze herausgefallen war. Im engen Feld der Verfolger reichten ihm 54 Punkte nur zu Rang vier. Punktgleich mit einem Zähler mehr kamen Roland Franzmann von der SK Scheppen (Essen, NRW) und Frank Lietzmann (Dahme JC, Schleswig-Holstein) auf die Plätze fünf und sechs. EM 2013 am Ammersee „Es war eine tolle Veranstaltung, ein würdiger Rahmen für das 75-jährige Jubiläum unserer Klasse“, zog Roland Franzmann, Präsident der O-Jollen-Vereinigung, zufrieden Bilanz. In zwei Jahren werden die O-Jollen dann ihre Europameisterschaft im ASC aussegeln, wenn die Augsburger den 110. Geburtstag ihres Clubs feiern.

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