Zwei Züge auf einem Gleis:

Beinahekollision im Uttinger Bahnhof

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Glück im Unglück hatten rund hundert Schüler in der Regiobahn Richtung Ammersee-Gymnasium. Im Uttinger Bahnhof wurde ein Frontalzusammenstoß der einfahrenden Regiobahn mit einem stehen Zug in letzter Sekunde verhindert.

Utting – Eine ganze Heerschar von Schutzengeln hat gestern kurz vor 8 Uhr im Bahnhof von Utting eine Katastrophe verhindert. Zwei Züge der Bayerischen Regiobahn (BRB), vor allem mit Schülern und Pendlern besetzt, wären um ein Haar zusammengestoßen.

Ein Zug stand wartend im Bahnhof, während sich auf dem selben Gleis die Bahn aus Richtung Schondorf näherte. Der hellwache Zugführer konnte im letzten Moment eine Notbremsung auslösen und verhinderte so einen Frontalzusammenstoß. Gerade mal 40 Meter von einander entfernt kamen die beiden Züge zum Stehen. Sowohl die Zugführer als auch die Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Mit von der Bahn organisierten Bussen wurden die Schüler weiter transportiert.

Warum sich die beiden Züge in dem zweigleisigen Bahnhof nicht gekreuzt haben und ob eventuell ein Fehler des Fahrdienstleiters im Uttinger Bahnhof vorliegt, werden jetzt Sachverständige, unter anderem der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) klären. Tatsache ist, dass nur durch die beherzte Reaktion des einfahrenden Zugführers die Beinahe-Kollision verhindert wurde, wie ein Sprecher der Regio­bahn bestätigte. Der Fahrdienstleiter und die beiden Zugführer wurden unmittelbar nach dem Vorfall ausgewechselt. Die Strecke blieb für Stunden gesperrt.

Dieter Roettig

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