Jährliches Großevent

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Das „Juze“ erfreut sich guter Besucherzahlen.

Landsberg – Das Jugendzentrum Landsberg sei „im Moment voll ausgelastet“, freut sich Jugendzentrumsleiter Matthias Faber. Im kommenden Jahr wird der Großteil des Programms weitergeführt, doch es wird voraussichtlich auch einige Veränderungen und Neues geben. Die wichtigste Aufgabe wird die Renovierung sein.

Die Jugendkultur sei ein großes Standbein der Einrichtung, wenn auch nicht immer leicht umzusetzen, erzählt der Leiter. Mit dem Stadttheater zusammen wurde dieses Jahr ein Konzert mit überregionaler Bedeutung organisiert und es seien weitere, professionellere mit auch „höherwertigen“ Angeboten angedacht, also „was kleinen Namen hat“ oder gerade „am Kommen ist“. Nicht nur lokale Bands sollen dabei miteinbezogen werden. Auch die hiesige Musikszene soll neben dem Musikübungsraum durch einen Musikertreff noch weiter unterstützt werden. Für das „Lechschall“-Festival sei eine mögliche Ersatzveranstaltung in Überlegung, denn nach 10 Jahren könne man „auch mal was Neues“ machen, meint Faber.

Ein Großevent pro Jahr soll aber auf jeden Fall bleiben. Partys werden aber aufgrund der lieber genutzten Discos nicht mehr veranstaltet, nur für private Feiern können Räumlichkeiten gemietet werden. Sehr beliebt sei die Möglichkeit, im „Juze“ zu skaten. In den Sommermonaten gehen die Besucherzahlen immer zurück, doch die Skategemeinde nutzte das Angebot auch da noch. Manchmal werde außerhalb der Öffnungszeiten die Aufsicht von älteren Skatern übernommen, eine Regelmäßigkeit sei da aber noch nicht erreicht worden. 

Als weiteres sportliches Highlight nennt Faber das Streetballturnier in Zusammenarbeit mit dem DJK Landsberg. Als wichtigen Programmpunkt führt der Sozialpädagoge zudem den „Teenietreff“ auf: Jugendliche ab der 5. Klasse können sich einfach treffen und Zeit verbringen oder spezielle Veranstaltungen von Kochen über Hip-Hop bis Klettern besuchen. Für diese gab es 2014 um die 400 Anmeldungen. Die Besucher des Jugendzentrums stellen zwar mehr oder weniger einen Querschnitt durch die Landsberger Jugend dar, doch gebe es immer noch eine Jungenlastigkeit, so Faber. Die Donnerstage sind unter anderem daher für Mädchen reserviert. In diesem Jahr gab es außerdem Angebote für Schulklassen mit den Themen Klassengemeinschaft und Berufsorientierung, letzteres werde wegen finanziellen und personellen Veränderungen im kommenden Jahr aber nicht vom Juze selbst fortgeführt. 

Die dadurch frei werdende Zeit soll in die neuen Projekte investiert werden, wie eines zur Zeitgeschichte Landsbergs. Die Planung dafür ist aber bisher noch in der Anfangsphase, die tatsächliche Umsetzung ist noch nicht sicher. Außerdem sei eine wieder engere Zusammenarbeit mit den SMVs der Schulen ein Wunsch. Bei der Gebäuderenovierung sollen Jugendliche, darunter die SMVs und die Gruppe RotaAct Landsberg, miteinbezogen werden, um es für sie attraktiv gestalten zu können. Sie sei als Voraussetzung für die zukünftigen Projekte die wichtigste Planung. Eine Bühne im Foyer und die Umsetzung eines neuen Beleuchtungskonzepts mit LEDs gehören dazu, schildert Faber. 

Voll ausgelastet 

Dieses Engagement der Heranwachsenden, wie auch bei der Kinderferienbetreuung oder Konzerten, stelle ebenfalls Jugendarbeit dar und biete den Jugendlichen die Möglichkeit, mitzuwirken und Neues auszuprobieren. So kann in der Einrichtung auch ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert werden. Das Jugendzentrum engagierte sich auch für den Erhalt der Bauwägen in den Ortsteilen. Dabei wurden beispielsweise mit den Jugendlichen Hausordnungen erarbeitet. Der Leiter sieht die Wägen als wichtig an, dort könnten sich die Jugendlichen „entfalten und ihr eigenes Ding machen.“ Die Arbeit der drei Pädagogen im Juze beschränkt sich aber nicht nur auf das Programm – vor allem beraten und unterstützen sie die Jugendlichen, oder auch deren Eltern, in allen Lebenslagen. Das geschehe vor allem während des Alltags. Das Zentrum sei im Moment mit seinem Programm finanziell und personell ausgelastet. Es gebe bei den Teilnehmerzahlen oder der Ausrüstung überall Kapazitäten nach oben und „mehr Beteiligung der Jugend wäre schön“, so Matthias Faber, aber schließlich „kann man immer noch mehr aus allem machen.“

Judith Rietzl

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