Vollzeit-Pädagoge kommt

Applaus erhielt Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend für seine Ankündigung, dass die Gemeinden Utting und Schondorf umgehend gemeinsam einen Sozialpädagogen in Vollzeit für die offene Jugendarbeit einstellen möchten. Am Vormittag hatte Lutzenberger (GAL) und sein Kollege, Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD) aus Schondorf, diesbezüglich ein Gespräch im Landratsamt geführt und Unterstützung gefunden.

Wie Lutzenberger ausführte, leben in Utting und Schondorf insgesamt 1500 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 21 Jahren. Aufgrund dieser Zahl besteht nach den Regeln der Behörde ein Anspruch auf die Förderung einer _ Stelle. Wenn die beiden Gemeinden allerdings bereit seien, den Restbetrag für eine Vollzeitstelle selbst zu tragen, werde der Landkreis voraussichtlich auch eine ganze Stelle unterstützen. Dies sei unter anderem auch deshalb sinnvoll, so der Bürgermeister, da gute Pädagogen häufig von einer Teil- in eine Vollzeitstelle abgeworben würden. Und außerdem so Lutzenberger, „sind wir dieses Angebot unseren Jugendlichen einfach schuldig.“ Nur wenige Tage zuvor hatte der Bürgermeister rund 20 Jugendlichen, die sich auf seine Einladung hin zur Jungbürgerversammlung eingefunden hatten zugesagt, dass der bestehende Jugendtreff an der Dyckerhoff-Straße erst abgerissen werden würde, wenn eine Alternative vorhanden sei. Lutzenberger erläuterte, dass es zu den Aufgaben einer Gemeinde gehöre, auch für Jugendliche einen betreuten Treffpunkt zu schaffen, die sich nicht im Rahmen von Vereinsarbeit oder in konfessionell ausgerichteten Gruppen zusammenfinden. Bei den bevorstehenden Haushaltsberatungen sollen nun die verbleibenden Personalkosten für einen Sozialpädagogen und die Kosten für einen alternativen Jugendtreff diskutiert werden. Auf die Frage eines Jugendlichen, warum die politische Gemeinde nicht gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde einen Pädagogen engagieren würde, erklärte Lutzenberger, dass man sich mit der Kirchengemeinde geinigt habe, dass die Inhalte der konfessionsgebundenen Jugendarbeit und die Ausbildung der dafür in Frage kommenden Sozialarbeiter nicht zwingend mit den Anforderungen der offenen Jugendarbeit übereinstimmen. Als Nachfolgestandort für den derzeitigen Jugendtreff, der aufgrund der bevorstehenden Neubebauung abgerissen werden soll, stieß bei der Jungbürgerversammlung insbesondere der Lagerschuppen südlich vom Bahnhof aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage auf Interesse. Innenausstattung erwünscht Fast genauso wichtig wie der Standort erschien den Jugendlichen die Innenausstattung. Gewünscht wurden nach Möglichkeit mehrere Räume, um gleichzeitig verschiedene Interessen zu verfolgen. Neben einer Musikanlage sollten ein Kicker, ein Billardtisch, ein Fernseher, eine Bar und vielleicht auch ein Flipper vorhanden sein. Hinsichtlich des Wunschtraums „Skater-Anlage“ erinnerte Lutzenberger daran, dass bei der Errichtung der Skater-Anlage auf dem Schondorfer Sportgebiet vor einigen Jahren Jugendliche aus Utting und Schondorf zusammengearbeitet hätten. Nun sollte es auch möglich sein, diese Anlage gemeinsam zu nutzen.

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