Ein No-Go entlang des Lechs

Von-Kühlmann-Straße und Lechweg sollen bis Juni 2020 gesperrt werden

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Wer ab Donnerstag per Auto, Fahrrad oder zu Fuß durch diese hohle Gasse – die Von-Kühlmann-Straße Richtung Schwaighofsiedlung samt parallelem Lechweg – will, hat Pech. Wegen des Lechsteg-Baus soll sie bis Ende Juni 2020 gesperrt sein.

Landsberg – Es geht rund in Landsberg. Oder vielmehr: Es geht bald nicht mehr rund. Zumindest was die Wege und Straßen entlang des Lechs angeht. Seit einigen Wochen ist nun schon der Weg vom Klösterl in den Lechpark zu. Dazu kommt die Sperrung des Lechwegs vom Inselbad aus Richtung Sandauer Tor. Als akutes ‚Ärgernis‘ für Auto- und Radfahrer sowie für Fußgänger kommt jetzt noch die Von-Kühlmann-Straße und der parallel dazu laufende Weg entlang des Lechs dazu: Ab Donnerstag, 17. Oktober, soll dort wegen des Lady-Herkomer-Steg-Baus langfristig gesperrt werden.

Die Sperrung werde nicht komplett sein, informiert die Stadtverwaltung: Von der Schwaighofsiedlung Richtung Karolinenbrücke ist die Von-Kühlmann-Straße ab Donnerstag noch befahrbar. In der anderen Richtung, also vom Postberg aus, kommt man dann nur noch bis zum Parkplatz Papierfleck, teilt die Stadtverwaltung mit. Für Fußgänger und Radfahrer sind sowohl Straße als auch der Weg am Lech – er heißt Failsworthweg – entlang ein wörtliches No-Go. Und weil der Bau des umstrittenen Lechstegs bis Ende Juni 2020 andauert, werde auch die Sperrung bis voraussichtlich Juni nächsten Jahres bestehen bleiben.

Diese Situation wollen die Grünen nicht akzeptieren. „Ist dies wirklich so gedacht?“ fragt OB-Kandidat der Landsberger Grünen Moritz Hartmann in einem Dringlichkeitsantrag seiner Partei an OB Mathias Neuner.Einerseits wolle man Fußgänger und Radfahrer fördern, andererseits kappe man durch die Sperrung aber eine wichtige Nord-Süd-Verbindung, die zu Umwegen von „hunderten Metern beziehungsweise Kilometern“ zwingen würde.

Die knapp neunmonatige Sperrung gehe somit „absolut in die falsche Richtung“. Zudem trage sie „auch nicht wirklich positiv zur teilweise immer noch anhaltenden Diskussion über den Sinn und Zweck des Lady-Herkomer-Steges bei“.

Natürlich sei eine Einschränkung während des Baus des Lady-Herkomer-Stegs „absolut nachvollziehbar“. Eine mögliche Lösung sehen die Grünen in einer Verschmälerung der – dann als Einbahnstraße geführten – Fahrspur oder durch ein Versetzen des Bauzaunes der ULP-Baustelle. Könne so keine Lösung für Fußgänger und Radfahrer gefunden werden, müsse die Straße eben für den Pkw-Verkehr vollständig gesperrt werden, um eine Fußgänger- und Radfahrer-Passage möglich zumachen. Busse könne man an diesem Bereich dann langsam vorbei leiten.
Susanne Greiner

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