Sanierungen voraussichtlich im Frühjahr 2019 komplett abgeschlossen

"30 Jahr‘ a Ruh‘" in Landsberger Tiefgaragen

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Die Baustelle in der Lechgarage läuft noch auf Hochtouren. Bis Mitte Dezember sind die Sanierungen dort abgeschlossen, wie OB Mathias Neuner (rechts) und die Stadtwerke-Vertreter (Projektleiter Günter Schmid, 2. v. rechts) mitteilten.

Landsberg – Die Sanierungsarbeiten in der Lechgarage befinden sich in den letzten Zügen. Wie ursprünglich geplant, sollen ab Mitte Dezember wieder alle Parkplätze zur Verfügung stehen. Derweil laufen bereits die Planungen für eine weitere Maßnahme in der Schlossberggarage: Dort wurde 2011 lediglich das unterste der drei Parkdecks saniert – ab Frühjahr 2018 und etwa für zwölf Monate folgen die Arbeiten im mittleren und oberen Deck – unter einjähriger Vollsperrung.

Dass zwischen den Sanierungsschritten in der Schlossberggarage eine so große Zeitspanne liegt, erklärt Norbert Köhler, technischer Leiter der Stadtwerke, so: Nachdem das C-Deck, die unterste Parketage am Schlossberg, fertiggestellt war, schien der Handlungsbedarf in der Lechgarage größer als in Deck A und B. Deshalb die Entscheidung, weitere Maßnahmen am Schlossberg zunächst zu vertagen, und im nächsten Schritt die Lechgarage auf Vordermann zu bringen.

Offene Fragen

Nun aber laufen die Planungen, die Schlossberggarage fertigzustellen. Die Rahmenbedingungen dafür seien noch nicht endgültig geklärt, wie die Stadtwerke-Verantwortlichen und Oberbürgermeister ­Mathias Neuner bei der Garagen-Besichtigung mitteilten. Zum Einen sei der genaue Zeitpunkt der Sanierung noch vakant – aller Voraussicht nach, wie Neuner ankündigt, finden die Arbeiten zwischen Frühjahr 2018 und Frühjahr 2019 statt. Und auch auf die Frage, ob dann voll- oder nur teilweise gesperrt werden müsse, steht die finale Antwort noch aus. Allerdings gibt es seitens der Stadt schon einen klaren Favoriten.

Denn versucht man, den Betrieb teilweise am Laufen zu halten und die beiden Decks in zwei Abschnitten zu sanieren, hat das etliche Nachteile. Zunächst müsste man zwecks Statik an jedem dritten Parkplatz der nutzbaren Decks eine Stütze einziehen. Das verursacht nicht nur Zusatzkosten von rund 250.000 Euro – durch die vielen Gitterträger wären auch nur etwa 40 der insgesamt 350 Parkplätze nutzbar. Und der gesamte Sanierungszeitraum verdoppelt sich auf fast zwei Jahre. Deshalb die wahrscheinlichere Lösung: Die Tiefgarage ein Jahr voll sperren und dann schon ab Frühjahr 2019 wieder in Betrieb nehmen.

Kurzparker, so der Vorschlag der Stadtwerke, sollten bei einem Innenstadtbesuch während der Sperrung auf die Lechgarage oder die Waitzinger Wiese ausweichen. Dauermieter müssten für ein Jahr auf den Parkplätzen am Schlüsselanger oder der Max-Friesenegger-Straße unterkommen. Oder alternativ am Park&­Ride-Parkplatz am Do-It parken: Von dort setzen die Stadtwerke dann womöglich zu Stoßzeiten einen Shuttlebus ein.

Kurz vor dem Abschluss stehen derweil die Sanierungsarbeiten in der Lechgarage. Das angekündigte Bau-Ende am 15. Dezember können die Stadtwerke Landsberg einhalten, sagt­ Norbert Köhler. In einem letzten größeren Schritt muss die Garage für drei Wochen in der Mitte gesperrt und zweigeteilt werden. Die Einfahrt am Inselbad fungiert dann ebenso wie die Ausfahrt auf Höhe der Sozialstation St. Martin als zwischenzeitliche Fahrbahn in beide Richtungen – zum Teil mit Ampelschaltung.

Sämtliche Maßnahmen in der Lechgarage kosten die Stadtwerke Landsberg etwa 3,2 Millionen Euro. Gemeinsam mit der Sanierung von 2011 in der Schlossberggarage und den noch ausstehenden Arbeiten bis Frühjahr 2019 werden für beide Garagen in Summe rund sechs Millionen Euro ­fällig. „Dann ist aber auch für 30 Jahr‘ a Ruh‘“, hofft Köhler. 

Marco Tobisch

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