Ein alter Hase in Sachen Ruethenfest

Simon Wais ist heuer der Ruethenfestherold

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Simon Wais wird heuer den Ruethenfestherold geben. Das Outfit passt.

Landsberg – Diese Familie scheint das „Ruethenfest-Gen“ im Körper zu haben. Simon Wais wird heuer bereits zum vierten Mal beim traditionsreichen Landsberger Kinderfest teilnehmen. Zusammen mit dem Rest seiner Familie. Trotzdem ist es diesmal etwas ganz Besonderes. Simon hat sich keine geringere Rolle geangelt, als die des Ruethenfestherolds.

Mit vier Jahren begann Simons „Ruethenfest-Karriere“. Als Ruethenfestkind wuselte er zusammen mit den anderen Stöpseln beim Umzug mit. Vier Jahre später ist er dann zum Panduren-Bürgermeister aufgestiegen. Anschließend folgte die Rolle des Hilfspräzeptors. Und nun, mit mittlerweile 15 Jahren? Da hat er eine der ganz großen Rollen ergattert. Simon wird dieses Jahr den Ruethenfestherold geben. „Ich fand das eigentlich schon immer das coolste Kostüm“, grinst Simon. Als Kind haben ihm vor allem die Handschuhe und die Stiefel gefallen. „Und dass er keine Strumpfhosen trägt“, ergänzt Simons Mutter lachend. Verständlich, Strumpfhosen sind bei den Jungs der heutigen Generation nicht unbedingt im Kleiderschrank zu finden.

Die Rolle des Ruethenfest-

herolds hat für Simon aber noch einen entscheidenden Vorteil: Er muss nicht tanzen. Grundsätzlich habe er zwar nichts dagegen gehabt, nur alleine wollte er dann doch nicht auf die große Bühne. „Wenn jemand mitgemacht hätte, den ich kenne, wär´s okay gewesen.“ Von seinen Freunden wollte aber niemand so recht – in dem Alter ist man für ein Kinderfest halt nicht mehr so leicht zu begeistern. Und dann ist da natürlich auch wieder das Problem mit den Strumpfhosen.

Dafür ist seine ganze Familie dabei: Mama, Papa und der kleine Bruder. Seine Eltern sind schon seit langer Zeit beim Ruethenfest aktiv. Seine Mutter ist für die kleinsten der Kleinen zuständig: die Ruethenfestkinder. Simons Vater ist ebenfalls als Präzeptor, also als Begleiter, schon seit Jahren mit von der Partie. Und Simons kleiner Bruder ist heuer das zweite Mal dabei. Als Fahnenschwinger. Da wundert es nicht, dass natürlich auch zuhause das Ruethenfest ein großes Gesprächsthema ist.

Aber was ist jetzt eigentlich die Aufgabe des Ruethenfest-

herolds? Das mit dem Tanzen ist ja schonmal abgehackt. Dafür stehen gleich vier Reden auf dem Plan. Die liegen auch schon auf dem Wohnzimmertisch – zum Üben. Auswendig muss er sie zwar nicht können. Aber flüssig soll´s natürlich schon gehen. Als Ruethenfestherold wird Simon die Eröffnungs- und die Schlussrede übernehmen. Außerdem wird er vor den beiden Tänzen jeweils einmal zum Mikrofon treten. Vor Tausenden von Zuschauern zu sprechen würde das Nervenkostüm der meisten Menschen ordentlich strapazieren. Simon scheint dem Ganzen aber recht locker entgegenzusehen. „Es sind schon ziemlich viele Leute“, merkt der 15-Jährige an. Aber die große Nervosität ist bei ihm noch nicht zu spüren. Kommt vielleicht noch.

Während des Umzugs wird Simon zu Pferd durch die Altstadt ziehen. Und damit Ross und Reiter auch eine gute Figur machen und Simon lernt, wie ein richtiger Edelmann auf dem Pferd zu sitzen, soll´s vorher mal einen Ausflug zu einem Reiterhof geben.

Ansonsten halten sich die Vorbereitungen für ihn in Grenzen, wie er erklärt. Bis auf die obligatorische Stellprobe mit Soundcheck steht nichts weiter an. Während andere also die nächsten Wochen kräftig für ihre Rollen Proben müssen, kann Simon das Ganze recht entspannt angehen. Bis am 12. Juli dann sein großer Tag gekommen ist. Aber bei so viel Ruethenfesterfahrung kann ja eigentlich nichts schief gehen.

Stephanie Novy

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