Ausgebremst?

+
Eine Gefahr für Kinder und Senioren sieht die Kauferinger Mitte in den zahlreichen Rechts-vor-Links-Regelungen.

Kaufering – Für die Einführung der Tempo-30-Zone im Gebiet südlich der Haidenbucherstraße in Kaufering gebe es keinen Gemeinderatsbeschluss, vermutet die Wählervereinigung Kauferinger Mitte in einem Infobrief. Außerdem werden die vielen Rechts-vor Links-Regelungen, die Ende Juli in der Marktgemeinde umgesetzt wurden, infrage gestellt.

„Halten Sie es für sinnvoll, , wenn entlang der Iglinger Straße jedes noch so kleine ‚Sträßlein‘ die Vorfahrt bekommt?“, fragt die Vereinigung in ihrem Brief an die Kauferinger Bürger. Leidtragende der vielen neuen Vorfahrtsregeländerungen seien insbesondere verunsicherte Verkehrsteilnehmer wie beispielsweise Senioren, Radfahrer oder Kinder.

Darüber hinaus kritisiert die Wählervereinigung um Gemeinderat Manfred Huber, dass es für die Einführung der Tempo-30-Zone keinen Gemeinderatsbeschluss gebe, vielmehr habe man sogar „entgegen einem gültigen Beschluss gehandelt.“

Bürgermeister Erich Püttner weist diesen Vorwurf zurück, denn schon im Oktober 2013 habe es ein Verkehrskonzept gegeben, deren Hauptmaßnahme die Einführung der Tempo-30-Zone war. Dem Gemeinderat wäre der Beschluss nur dann vorzulegen gewesen, hätte man den Verfügungsrahmen des Bürgermeisters überschritten. Für die Maßnahme seien aber weniger als 2.000 Euro benötigt worden, weshalb der Beschluss nicht vorzulegen gewesen wäre. Dennoch hat die Kauferinger Mitte Ende September den Antrag gestellt, weitere Maßnahmen zur Tempo-30-Zone einzustellen und fordert zudem eine Kostenaufstellung.

Marco Tobisch

Auch interessant

Meistgelesen

Adonis, Crysalis und das nächtliche Treiben der Gaukler
Adonis, Crysalis und das nächtliche Treiben der Gaukler
Wie zu Herkomers Zeiten: Oldtimer tuckern durch die Region
Wie zu Herkomers Zeiten: Oldtimer tuckern durch die Region
Grandioses Stationentheater: „Komm, wir machen eine Revolution!“
Grandioses Stationentheater: „Komm, wir machen eine Revolution!“
Was haben alle Zeitungen gemeinsam?
Was haben alle Zeitungen gemeinsam?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.