Offen für die Neuankömmlinge

Vorübergehende Unterbringung von Asylbewerbern in Erpfting – Breite Unterstützung

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In der Luibachstraße 5, 7 und 9 am nördlichen Ortseingang von Erpfting sollen ab Ende November rund 20 Asylbewerber einquartiert werden. Ihre Betreuung übernimmt das BRK, auch aus der Bevölkerung haben sich schon Freiwillige gemeldet.

Die Stadt Landsberg wird vorübergehend Asylbewerber in vier Sozialwohnungen in Erpfting unterbringen.

Landsberg/Erpfting – Die Stadt Landsberg wird vorübergehend Asylbewerber in vier Sozialwohnungen in Erpfting unterbringen, und zwar in den Mehrfamilienhäusern in der Luibachstraße 5,7 und 9. Zusätzlich zu den rund 90 Asylbewerbern, die derzeit in der Schlesierstraße in Kaufering leben, werden dem Landkreis in den nächsten Tagen voraussichtlich 20 weitere Flüchtlinge zugeteilt. Die Wohnungen in Erpfting bieten maximal 38 Menschen Platz. Die Erpftinger UBV-Stadträtin Martha Borgmann hat bereits ihre Hilfe bei der Betreuung der Neuankömmlinge zugesagt. Gemeinsam mit einer Gruppe von rund zehn UBV-Frauen hat sie sich schon früher um Asylbewerber gekümmert. „Wir haben Kleidung und Spielzeug gebracht, die Kinder zu gemeinsamen Aktionen in die Schule geholt und mit den Frauen Stadtspaziergänge unternommen“, so Borgmann. Ähnliches kann sie sich auch jetzt wieder vorstellen. „Allerdings wissen wir noch nicht, ob Familien kommen.“ Sollten Kinder unter den Flüchtlingen sein, habe die örtliche Volksschule bereits Offenheit signalisiert, ebenso wie Pfarrer Johannes Huber von der Pfarreiengemeinschaft Igling und der evangelische Pfarrer Detlev Möller von der Landsberger Christuskirche. „Wenn die Asylbewerber da sind, werden wir einen Runden Tisch veranstalten und konkrete Hilfen besprechen“, so Borgmann. „Es ist schön zu sehen, wie viel Unterstützung bereits angeboten wurde.“ Auch aus der Bevölkerung hätten sich schon einzelne Engagierte gemeldet. „Natürlich gibt es auch negative Stimmen und Vorbehalte“, räumt die Stadträtin ein – unter anderem unter den übrigen Mietern in den drei Wohnhäusern. Sie verweist jedoch auf das Beispiel Kaufering, wo nach anfänglichen Widerständen das Zusammenleben inzwischen gut funktioniert. Darauf hoffen auch Landrat Walter Eichner und der Landsberger Oberbürgermeister Mathias Neuner. Aufgrund der positiven Erfahrungen in Kaufering „sind wir davon überzeugt, dass auch in Erpfting ein harmonisches Miteinander aller Beteiligten gelingen wird“, heißt es in einem gemeinsamen Info-Schreiben an die Bevölkerung. Freiwillige Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und ein Hausmeisterdienst werden sich vor Ort um die Neuankömmlinge in Erpfting kümmern. Die Unterbringung der Asylbewerber in den städtischen Wohnungen soll nur vorübergehen sein. Mittelfristig plant der Landkreis eine Gemeinschaftsunterkunft für rund 150 Menschen. Diese soll in spätestens zwei Jahren zur Verfügung stehen. Ulrike Osman

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