Bis auf zwei Standorte:

Die Papiercontainer bleiben

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In der Kernstadt sollen die beiden Sammelstellen und sechs Papiercontainer an Wertstoffinseln bleiben; zwei (rote Kreuze) fallen weg.

Landsberg – Der Landkreis will sparen und hat daher den Vertrag für die Altpapierer­fassung zum 1. April 2018 gekündigt. Prinzipiell soll danach das „Holsystem“ in Form der Papiertonne am Haus im Vordergrund stehen, ergänzt durch die Vereinssammlung. Das „Bringsystem“, bei dem die Haushalte Container an Wertstoffsammelstellen oder -inseln füllen, soll soweit wie möglich abgebaut werden. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss war vom Landkreis jetzt gebeten, dazu seine Meinung zu formulieren.

In der Landsberger Kernstadt gibt es zwei personell betreute Sammelstellen – an der Spital­feldstraße im Osten und an der Iglinger Straße im Westen; dort sollen die Papiercontainer bleiben. Bei den ergänzenden acht „unbemannten“ Standorten, an denen Papier in Containern landet, hatte der Ausschuss Abwägungen zu treffen.

Dabei folgten die Ratsmitglieder dem Vorschlag der Verwaltung (siehe nebenstehenden Plan), dem Landkreis Landsberg vorzuschlagen, nur zwei Container abzubauen, nämlich an den Wertstoffinseln Bayerfeld-/Pössinger Straße (wegen der herangerückten Bebauung) und Angelus-Silesius-Straße (wegen der geplanten Umgestaltung im Zuge der Generalsanierung der Mittelschule). Die Papiercontainer an den sechs anderen Standorten sollen ebenso aufrecht erhalten werden wie die Behälter in den Landsberger Ortsteilen.

Für den Abbau auch dieser Container spricht zwar, dass Wertstoffinseln mit Altpapier­entsorgung häufig vermüllt werden. Andererseits bleiben die Glascontainer auf jeden Fall stehen, was Petra Kohler-Ettner (CSU) zu der eher rhetorischen Frage veranlasste: „Wenn Glas bleibt, warum soll Papier weichen?“. Moritz Hartmann (Grüne) warnte vor „Altpapier-Tourismus“: „Wir sollten die Bürger nicht zwingen, Papier und Pappe über weite Strecken mit dem Auto zu transportieren.“

Einig waren sich alle Ausschussmitglieder auch darin, dass in der Altstadt aus Platzgründen oft keine Möglichkeit bestehe, eigene Papiertonnen zu nutzen. Dort müssten die Container auf jeden Fall bleiben. Rolf Mergler-Völkl vom städtischen Umweltamt wies darauf hin, dass die „Freunde des Versandhandels“ mit den Tonnen ohnehin nicht auskämen; sie hätten ja viel Pappe zu entsorgen.

Werner Lauff

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