"Beste Bank" bei Service und Beratung

VR-Bank Landsberg-Ammersee wartet mit Rekordzahlen auf

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Mit der Silbernen Ehrennadel für fast 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Aufsichtsrat der VR-Bank Landsberg-Ammersee wurde Anton Siefer ausgezeichnet. Unser Bild zeigt (von links) Vorstand Martin Egger, Verbandsprüfer Roland Wengenmayer, Anton Siefer, Aufsichtsratsvorsitzender Johann Forster und Vorstandsvorsitzender Stefan Jörg.

Landsberg – Gegen den Trend und dennoch – oder gerade deshalb – äußerst erfolgreich zeigte sich die VR-Bank Landsberg-Ammersee bei der diesjährigen Vertreterversammlung im Historischen Rathaussaal. Wer beim Wort „Vertreterversammlung“ an ein Meeting von Außendienstlern denkt, liegt völlig falsch. Denn hier wurden die Interessenvertreter aller VR-Mitglieder eingeladen, um quasi stellvertretend über den Rechenschaftsbericht von Vorstand und Aufsichtsrat abzustimmen.

Vorstandsvorsitzender Stefan Jörg konnte stolz vermelden, dass die VR-Bank Landsberg-Ammersee zum achten Mal in Folge ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich hat. Damit habe sich der 2011 eingeleitete Strategiewechsel zu mehr Kundennähe wieder einmal bewährt. Während der Trend bei Großbanken zu Filialschließungen und Personalabbau gehe, ist die „Präsenz in der Fläche“ einer der Erfolgsfaktoren für die VR-Bank. Dabei zitierte Jörg Kanzlerin Merkel, die bei einer Bankentagung sagte: „Bleiben Sie der Fläche gewogen. Effizienz ist nicht alles, eine Bank muss immer auch die Seele des Ortes und der Region sein.“

Genau das ist die VR-Bank Landsberg-Ammersee mit ihren 20 Filialen in Stadt und Landkreis sowie vier Geldautomatenstandorten. Mit SB-Stationen für die üblichen Service-Leistungen sind das Beratungszentren, die nicht nur von Senioren, sondern auch von jungen Menschen und Familien gerne genutzt werden, sogar nach Terminvereinbarung auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Mit diesem Konzept gewann allein die neue Filiale Pflugdorf-Stadl innerhalb weniger Monate über 150 neue Kunden. Die Stärke von Regionalbanken sei, dass trotz Internet und Apps immer noch Menschen dahinter stehen, die man kennt. Darum auch der VR-Slogan: „Wir sind da, wo unsere Kunden sind.“

Rekord aufgestellt

Für ihre Kundennähe erhielt die VR-Bank zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung „Beste Bank“ im Focus Money City Contest für die hohe Qualität bei Service und Beratung. Von den acht in Landsberg vorhandenen und getesteten Banken habe die VR-Bank „mit Abstand am besten abgeschnitten.“ Noch ein Rekord: Keine Genossenschaft konnte im Mitgliederbereich ein vergleichbares Wachstum aufweisen wie die VR-Bank Landsberg-Ammersee. Seit 2011 sind zu den bis dahin 10.000 Mitgliedern weitere 8.000 dazugekommen, wie Vorstandsvorsitzender Stefan Jörg verkündete. Beifall kam von den Vertretern und den Ehrengästen wie Vize-Landrätin Ulla Kurz, zahlreichen Bürgermeistern aus dem Landkreis, Bauernverbandskreisobmann Johann Drexl, Ehrenkreishandwerksmeister Ernst Höss oder Hauptkommissar Alfred Ziegler, Leiter der Polizeidienststelle Dießen.

„Das von Mensch zu Mensch-Konzept äußert sich neben den üblichen Bankgeschäften auch bei den Veranstaltungen, die wir durchführen“, so Jörg. So konnte die VR-Bank bei der „Oidn Wiesn“ zehntausend Besucher begrüßen. Auch die „VR-ClassicCarRallye“, der „VR-Bank Cup“ oder der „VR-Sozialpreis“ seien inzwischen feste Einrichtungen, die aus Landsberg und Umgebung nicht mehr wegzudenken seien. Betont werden muss auch, dass die VR-Bank Landsberg-Ammersee Kunst, Kultur, Bildung, Sport und Soziales großzügig unterstützt. Im abgelaufenen Jahr wurden rund 150 Schulen, Vereine, kirchliche und karitative Einrichtungen und sonstige Institutionen mit über 200.000 Euro gefördert.

Jörgs Vorstandskollege Martin Egger übernahm den erfreulichen Part der Zahlen. So habe sich die Bilanzsumme um 44 Millionen Euro erhöht und betrug am 31. Dezember 2018 stolze 871,5 Millionen Euro. Das sei überdurchschnittlich im Vergleich der bayerischen Genossenschaftsbanken. Die Kundengelder seien mit fast 727 Millionen Euro der größte Posten auf der Passivseite und setzen sich aus Spar-, Sicht- und Termineinlagen sowie Tagesgeldkonten zusammen. Mit den knapp 283 Millionen Euro, die die VR-Bank bei den Verbundpartnern betreut, liegt das Kundenanlagevermögen bei 1.010,4 Millionen Euro, ist also im Vergleich zum Vorjahr um 58 Millionen Euro bzw. 6,1 Prozent gestiegen. Der Jahresüberschuss liegt bei mehr als 1,2 Millionen Euro und der Bilanzgewinn bei über 980.000 Euro.

Trotz der anhaltenden Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank und dem weiterhin schwierigen Gesamtumfeld hatten sich Vorstandschaft und Aufsichtsrat dafür entschieden, die Geschäftsanteile der Mitglieder mit einer Dividende von drei Prozent zu vergüten.

Stetig steigende Mitgliederzahlen

Auch bei der Mitgliederentwicklung auf mehr als 18.000 setzte sich der positive Trend fort. Im vergangenen Jahr kamen 869 und in den ersten vier Monaten des neuen Jahre bereits 320 neue Mitglieder hinzu.

Johann Forster, Aufsichtsratsvorsitzender, betonte, dass die VR-Bank 2018 in Stadt und Landkreis ihre Marktstellung weiter festigen konnte und damit die Nachhaltigkeit ihrer Geschäftsstrategie und Entscheidungen unter Beweis stellte. Man fühle sich „unseren Wurzeln und den Menschen in der Region verpflichtet“ und habe die richtungsweisende Entscheidung zur Expansion getroffen, sich also nicht „aus der Fläche zurückgezogen“. Man sei für die Mitglieder und Kunden da und habe „so ganz nebenbei die Filiale der Zukunft konzipiert“, wie Pflugdorf-Stadl beweise. Der Aufsichtsrat empfahl der Vertreterversammlung die Genehmigung des Jahresabschlusses und den Vorschlag der Gewinnverteilung. Vorangegangen war die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung durch den Genossenschaftsverband Bayern mit Roland Wengenmayer und Kollegen.

Nach der Genehmigung sowie der Entlastung von Vorstandschaft und Aufsichtsrat durch die Vertreterversammlung stand noch eine besondere Ehrung auf dem Programm. Anton Siefer, Landwirt, Unternehmer und seit Juni 1990 ehrenamtlich im Aufsichtsrat der VR-Bank Landsberg-Ammersee, wurde für sein fast 30-jähriges Engagement mit Urkunde und silberner Ehrennadel ausgezeichnet.

Übrigens sucht die VR-Bank dringend sieben neue Mitarbeiter, was in der „Boom-Region Landsberg“ nicht leicht sei, wie Stefan Jörg bedauerte. Zum 30. April betrug die Arbeitslosenquote im Landkreis gerade mal 2,1 Prozent, „wobei man hier volkswirtschaftlich betrachtet bereits von Überbeschäftigung spreche.“

Dieter Roettig

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