Wärme auf zweierlei Art im Magnusheim Holzhausen

Um zwei Arten von Wärme ist es am Donnerstag im Magnusheim von Regens Wagner Holzhausen gegangen: Beim neuen Freizeitgelände war es die menschliche Wärme, die durch Begegnungen entsteht. Die neue Holzhackschnitzel-Heizung dagegen steht für äußere Wärme. Beide Anlagen sollen dafür sorgen, dass sich Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung wohlfühlen. Damit dies gelingt, gab es kirchlichen Segen von Monsignore Hans Appel, dem Direktor der Regens-Wagner-Stiftungen und Pfarrerin Regine Weller.

Das Freizeitgelände zwischen der Magnusstraße und den Wohngruppen-Häusern hat sich tatsächlich gleich als Ort der Begegnung erwiesen – zum Tag der Segnung im großen Maßstab, denn über 200 Gäste trafen sich auf der Anlage. Großzügig geschnitten, mit dem zentralen Platz, vielen Wegeverbindungen, Spiel- und Sportgeräten und Rasenflächen bietet es den Menschen im Magnusheims noch mehr Lebensqualität. Ulrich Hauser, Direktor der Einrichtung, berichtete, dass das Freizeitgelände bereits gut angenommen werde. So mancher nutze die Schaukel als zweiten Wohnsitz. Und Ulrich Egger, der verantwortliche Landschaftsarchitekt aus Freising, erklärte, dass mit vielen Sitzgelegenheiten als Holzbänken auch weniger aktive Menschen teilhaben können an dem neuen Treffpunkt an der frischen Luft. Die 140000 Euro teure Anlage finanzieren die Aktion Mensch, der Förderverein von Regens Wagner und die Raiffeisenbank Singoldtal mit einer Spende mit. Der andere Meilenstein in der Entwicklung von Regens Wagner Holzhausen, wie Hauser sagte, erzeugt Wärme aus Holz. Seit August dieses Jahres läuft eine Hackschnitzelheizung. Jährlich sollen damit 80000 Liter Heizöl gespart werden. Das Ingenieurbüro Zehetmayr in Vaterstetten hat das Konzept dafür erstellt, die Kosten geschätzt und die Wirtschaftlichkeit berechnet. 1,2 Millionen Euro hat die Maßnahme gekostet. Wie Ludwig Zehetmayr weiß, war besonders die Verlegung des Fernwärmenetzes zu den Gebäuden des Magnusheims aufwendig. Holz aus der Nähe Schließlich führen die Leitungen unter der Gemeindestraße und dem Bach Singold entlang. „Mit dieser Heizung bleibt das Geld in der Region“, betonte Zehetmayr und verwies auf das Holz, das aus der Umgebung stamme. Ein Teil kommt aus den stiftungseigenen Waldgebieten. Als späteres Brennmaterial lagert es nahe dem Heizungsgebäude und kommt gehechselt in einen Lagerraum am Gebäudes. Doch nicht nur die Heizkosten soll die neue Anlage senken, sondern auch den Ausstoß von Kohlendioxid gegenüber der Ölheizung. Ihren Betrieb wird diese alte Anlage jedoch nicht ganz aufgeben, gibt der technische Leiter im Magnusheim, Leonhard Fischer, Auskunft. In Zeiten, wo Spitzenleistungen gefordert seien, werde sie noch zugeschaltet.

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