Auf ins Maximilianeum!

Wahlkreisausschuss beschließt Listen für Landtags- und Bezirkstagswahl

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Zehn Kandidaten wollen im Stimmkreis Landsberg/Fürstenfeldbruck-West per Direktmandat ins Maximilianeum.

Landkreis – Allzu oft werden wir nicht mehr wach, dann ist sie da: die Landtagswahl am 14. Oktober. Am vergangenen Freitag hat der Wahlkreisausschuss Oberbayern die Zulassung der eingereichten Vorschläge beschlossen. Im Stimmkreis Landsberg am Lech/Fürstenfeldbruck-West wollen zehn Direktkandidaten über die Erststimme ins Maximilaneum einziehen. Auch der Bezirkstag wird mit Erst- und Zweitstimme gewählt. Für beide Wahlen nicht zugelassen wurden die Vorschläge der Allianz Deutscher Demokraten und der Sozialen Bürgervereinigung Deutschland, da die notwendigen 2.000 Unterstützungsunterschriften nicht vorhanden waren.

Für die 18. Landtagswahlen sind 17 der 19 Wahlkreisvorschläge zugelassen, für die Wahlen zum 16. Bezirkstag 14 von 16. Mit in Oberbayern dabei sind auch Parteien wie die Liberal-Konservativen Reformer – die EURO-Kritiker, die Partei für Gesundheitsforschung oder auch die V-Partei3 – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer – Parteien, die im hiesigen Stimmkreis jedoch nicht vertreten sind.

Hier steht als Direktkandidat der CSU-Landtagsabgeordneter Alex Dorow aus Landsberg auf der Liste. Dorow ist seit 1983 Mitglied der CSU. Im Mai 2011 übernahm er den Vorsitz des CSU-Kreisverbandes Landsberg und rückte 2012 für den ausgeschiedenen Georg Fahrenschon in den Bayerischen Landtag nach. Seitdem sitzt er im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen und im Wissenschaftsausschuss. Als ehemaliger Journalist (BR) wurde Dorow zudem in den Medienrat entsandt. Schon 2013 gewann Dorow das Direktmandat.

Für die SPD geht der Politik­wissenschaftler und Volkswirt Christian Winklmeier aus Gilching ins Rennen. Landtagsluft schnupppert er schon länger als Mitarbeiter der Landtagsabgeordneten Kathrin Sonnenholzner. Winklmeier setzt sich vor allem für mehr Sozialwohnungen, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie „Integration statt Ausgrenzung“ der Flüchtlinge ein.

Für den massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie des Individualverkehrs spricht sich der Direktkandidat der Freien Wähler Georg Stockinger aus. Der Fürstenfeldbrucker Stadtrat und Fraktionssprecher leitet ein Bau-Beratungsbüro. Für einen Sitz im Landtag will er diese Arbeit reduzieren.

Die Grünen setzen auf Gabriele Triebel aus Kaufering. Schon seit 16 Jahren in der Kommunal-Politzikszene tätig, hat sich die Sportlehrerin im Januar für die Kandidatur entschieden. Seit 2014 ist sie Zweite Bürgermeisterin, Kreisrätin und Verwaltungsrätin des Klinikums Landsberg. Schwerpunkte ihrer Politik sind die Stärkung des ländlichen Raums und die Schulpolitik.

Ulla Schäfer aus Landsberg ist Direktkandidatin für die FDP. Die Umweltschutztechnikerin will sich im Landtag vor allem für Wirtschaft und Pflege einsetzen.

Für die Linke steht der Dießener Ingenieur Hansjoachim Sprinz als Direktkandidat fest. Sprinz sieht die Linke als eine „echte Opposition“ im Landtag. Für ihn ist der Schuldenabbau und der daraus resultierende Abbau staatlicher Leistungen Hauptverursacher dafür, dass die Spaltung zwischen Arm und Reich immer stärker wird.

Ein Dettenschwanger vertritt die Bayernpartei als Direktkandidat: Der Kaufmann Michael Hofmann war 1984 schon einmal Landtagskandidat, allerdings für die Grünen. Eine Leitkultur ist ihm nicht wichtig – aber der Erhalt der bayerischen Kultur, insbesondere des Dialekts.

Für die ÖDP steht der Bankfachwirt Robert Sedlmayr aus Geltendorf auf der Liste. Der Vize-Bürgermeister von Geltendorf ist seit 25 Jahren in der Umwelt- und Kommunalpolitik zuhause und sieht sich als „konservative Alternative“ zu den Grünen. Seine Themenschwerpunkte liegen auf der Umsetzung der Energiewende sowie dem Umwelt- und Verbraucherschutz.

Die Scheuringer Hausfrau Edeltraud Schwarz geht für die AfD ins Rennen. Ihre Schwerpunkte liegen auf der direkten Demokratie, der inneren Sicherheit und auf Frauenrechten. Zudem will sie „einheimische Kinder und deren Familien“ fördern.

Mirella Heidegger von der neugegründeten Partei MUT aus Fürstenfeldbruck steht für Menschenrechte, ökologische Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Vielfalt. Als Mitarbeiterin des BRK legt sie laut Internetauftritt der Partei besonderen Wert auf einen „menschwürdigen Umgang mit Geflüchteten“ und das Thema soziale Gerechtigkeit: „Es stört mich sehr, dass in der derzeitigen Politik sozial schwächere Menschen und Geflüchtete immer wieder gegeneinander ausgespielt werden.“

Die Wahl des Bezirkstags verläuft nach den gleichen Grundsätzen wie die Landtagswahl. Die Bezirkstage Bayerns werden für fünf Jahre gewählt. Im Gegensatz zur Landtagswahl gibt es aber keine Fünf-Prozent-Klausel und im Gegensatz zur Bundestagswahl werden bei der Bezirkstagswahl Erst- und Zweitstimmen zusammengezählt.

Susanne Greiner

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