"Wahnsinns-Batzen" lastet schwer

Große finanzielle Belastungen muss Reichling heuer schultern: Dies zeigt der Haushalt 2010, den der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig verabschiedet hat. Zum einen muss die Gemeinde Einbußen auf der Einnahmenseite verkraften, gleichzeitig aber auch Mehrkosten auf der Ausgabenseite hinnehmen. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1,95 Millionen Euro, das Vermögenspaket mit 983450 Euro.

Die Zahlen, mit denen die Kommune kalkuliert, sind alles andere als erfreulich: 84000 Euro weniger Einkommensteuerbeteiligung, 33000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen, da­- für 41000 Euro mehr Kreis­umlage – 550558 Euro muss die Lechraingemeinde heuer an den Landkreis abführen . Was den Haushalt aber enorm belastet, sind die Schulden: Allein für Zins und Tilgung muss die Gemeinde in diesem Jahr einen „Wahnsinns-Batzen“, wie Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler es ausdrückt, in Höhe von 250000 Euro aufbringen. „Das ist ein Riesenproblem für uns“, so die Rathauschefin. Darüber hinaus kommen auch bei den Investitionen einige große Brocken auf die Gemeinde zu: So sind 83000 Euro für Friedhofsmauer und Kirchweg im Rahmen der Dorferneuerung Ludenhausen eingeplant. 135000 Euro kostet die neue Fotovoltaikanlage, die jüngst auf dem Dach der Mehrzweckhalle installiert wurde. Für die Solaranlage muss die Gemeinde ein Darlehen über 118000 Euro aufnehmen. Dies soll heuer jedoch die einzige Neuverschuldung bleiben. Wie Horner-Spindler erläuterte, habe die Gemeinde hierfür ein Darlehen zu sehr günstigen Konditionen bekommen. Und auf lange Sicht – so hat die Verwaltung errechnet – wird sich die Stromproduktion trotz der nötigen Kreditaufnahme für die Gemeinde auszahlen. Insgesamt 155000 Euro stehen für Tiefbauarbeiten im Baugebiet „An der Rees“ im Ortsteil Reichling im Haushalt: Davon entfallen 122000 Euro auf die Fertigstellung der Straße im Abschnitt „An der Rees I“ und 32550 Euro auf einen Restteilbetrag für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts „An der Rees II“. Die Maßnahmen in dem Baugebiet können jedoch mit den Einnahmen aus den Grundstückverkäufen finanziert werden. Für den Schmutzwasserkanal im Riederweg in Ludenhausen mussten 25000 Euro im Haushalt zur Verfügung gestellt werden. Vorsorglich hat Kämmerer Klaus Schneider auch bereits die Kosten für die Breitbandversorgung, welche die Gemeinde anstrebt, mit in den Etat eingeplant: 250000 Euro. Die Bür­- germeisterin geht allerdings davon aus, dass das Projekt deutlicher billiger wird. Unabhängi davon kann die Kommune im Gegenzug eine Förderung von 100000 Euro erwarten. Aus ihrer allgemeinen Rücklage muss die Gemeinde heuer voraussichtlich 433750 Euro entnehmen. Und 27500 Euro sind laut dem aktuellen Zahlenwerk vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt zuzufüh­ren. Zu den wichtigsten Einnah­mequellen im Haushalt 2010 zählen: Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, „vorsichtig geschätzte“ 465000 Euro, Gewerbesteuer (119000 Euro) sowie Schlüsselzuweisungen vom Land (313888 Euro).

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