Kompetenz für die Forstarbeit

Mehr Raum für mehr (Wald-)Arbeit

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Die letzten Kisten noch, dann ist der Umzug für WBV-Geschäftsführer Martin Mall und seine Crew in das neue Kompetenzzentrum Am Penzinger Feld erledigt.

Landsberg – Die Waldbesitzervereinigung (WBV) Landsberg hat seit Montag eine neue Adresse: Die Geschäftsstelle ist einer der Mietern im neuen „Kompetenzzentrum“ Am Penzinger Feld 13 . Für WBV-Geschäftsführer Martin Mall bringt der Umzug von der Karwendelstraße in die neuen Büroräume nur Vorteile, wie er im Gespräch mit dem KREISBOTEN betont.

Das neue "Kompetenzzentrum" ist seit zwei Wochen eröffnet.

Ein normales Arbeiten war für die drei Voll- und eine Teilzeitkraft im alten Büro in der Karwendelstraße schier nicht mehr möglich, erklärt Martin Mall. Bei zwei Büros à zwölf Quadratmetern war das immer nur im Wechsel zu bewerkstelligen. Deshalb begann für die WBV vor über einem Jahr die Suche nach neuen Räumlichkeiten – und zwar nicht nur in Landsberg selbst, sondern auch im näheren Umland. „Die Auswahl war nicht gerade vielfältig“, sagt Mall. Mitte letzten Jahres sei man dann auf die Firma Rieth gestoßen. „Damals war hier noch grüne Wiese und das Gebäude erst in Planung“, erzählt der WBV-Geschäftsführer. Das Gute daran: Die WBV konnte so die Räume nach ihren Wünschen mitgestalten. Zusammen mit dem Maschinenring und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck hat man nun in der vergangenen Woche die neuen Räume bezogen. Drei geräumige Büros stehen dabei der Waldbesitzervereinigung zur Verfügung. Für Geschäftsführer Martin Mall ganz klar ein „Kompetenzzentrum für Forstwirtschaft“, das damit entstanden ist.

Ein weiterer Grund für den Umzug war, laut Mall, der steigende Arbeitsumfang der Waldbesitzvereinigung. Sie ist nämlich nicht nur Ansprechpartner für private, sondern auch für kommunale Waldbesitzer im gesamten Landkreis sowie den umliegenden Gemeinden. Und nicht nur die forstliche Beratung fällt in ihren Aufgabenbereich, sondern vielmehr kommen immer mehr Dienstleistungen auf sie zu. 10.000 Hektar Wald, verteilt auf 2.400 Mitglieder – darunter auch die Stadt Landsberg – bringen zudem einen hohen Arbeitsaufwand mit sich.

Martin Mall erklärt sich den steigenden Arbeitsumfang so: Zum einen liege das an einem gewissen Strukturwandel in der Landwirtschaft. Die Entwicklung weg von kleinen Betrieben führe auch dazu, dass gerade die jüngere Generation den Bezug und das Wissen zum Wald verliert.

Zum anderen haben die größeren Betriebe schlichtweg keine Zeit mehr. Das führt sogar so weit, dass die WBV die komplette Organisation übertragen bekommt. Durch sogenannte Waldpflegeverträge übernimmt die Vereinigung dann quasi die komplette Bewirtschaftung des Waldes. Auch dadurch, dass sich der Staat seit der Verwaltungsreform 2005 immer mehr zurückzieht, beschere das der WBV mehr Arbeit, weiß Mall.

Weiter gehören zu den Aufgaben der Vereinigung die Holzvermarktung, Planung, Organisation, Durchführung und Überwachung sämtlicher Forstbetriebsarbeiten, Auszeichnen, Holzeinschlag, Bestandspflege, Zaunbau, Pflanzung, Kultursicherung, Vermarktung von Drahtgeflecht, Energie- und Brennholz.

Schlussendlich habe aber auch die Lage der neuen Geschäftsstelle Am Penzinger Feld Vorteile für die WBV: „Die Infrastruktur ist einfach super“, so der Geschäftsführer. Nicht nur, dass die Räume sowohl mit dem Auto, als auch mit dem ÖPNV gut zu erreichen sind, auch stehen genug Parkplätze direkt vor dem Haus zur Verfügung.

Astrid Neumann

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