Vorübergehend gesperrt:

Dicke Luft in der Paartalhalle

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Nichts geht mehr: Die Paartalhalle in Walleshausen ist auf unbestimmte Zeit für den kompletten Spiel- und Trainingsbetrieb gesperrt.

Walleshausen – Schon seit über einem Jahr dürfen in der Paartalhalle keine größeren Veranstaltungen mehr stattfinden. Grund sind Mängel an Heizung, Lüftung, Brandschutz und Rettungswegen. Nun folgte ein weiterer Tiefschlag für die Nutzer der Halle: Sie ist neuerdings auch für den Sport- und Trainingsbetrieb gesperrt, der bis dato noch hatte stattfinden dürfen.

Eine von einem Türkenfelder Umweltinstitut durchgeführte Untersuchung der Raumluft hat ergeben, dass möglicherweise krebserregende Fasern aus den Dämmplatten der Seitenwände austreten könnten. Denn die Abdichtung, die dies verhindern soll, ist offenbar schadhaft. Knallt zum Beispiel beim Sportbetrieb ein Ball gegen die Wand, besteht das Risiko, dass die schädlichen Fasern in die Raumluft gelangen. Außerdem gibt es ein Problem mit den Klappen der Lüftungsanlage – sie sollen asbesthaltige Bestandteile enthalten.

Angesichts dieser Diagnose sah der Gemeinderat keine Alternative zur Sperrung der Halle. Ende August soll aber noch eine zweite Raumluftmessung stattfinden, bei der man den laufender Sportbetrieb simulieren möchte. „Wir hoffen auf diese zweite Messung“, so FVW-Vorsitzender Gerhard Lichtenstern.

Den rund 300 Mitglieder starken Verein würde eine länger dauernde Schließung der Halle vor ein massives Problem stellen. „Wir haben viele auswärtige Mitglieder, die zu uns kommen, weil ihnen unsere Angebote gefallen“, so Lichtenstern. Für eine Saison könne man sich vielleicht mit Provisorien über die Runden retten, doch danach würde ein Mitgliederschwund mit entsprechenden finanziellen Einbußen für den Verein einsetzen, befürchtet der Vorstand. Abgesehen davon gibt es bisher auch noch keine Ideen, wo der Verein nach der Sommerpause mit seinen vielfältigen Angeboten vorübergehend unterkommen könnte.

Die Kosten für eine umfassende Sanierung der knapp 40 Jahre alten Paartalhalle werden unterdessen auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Zusätzlich zu den Mängeln an Brandschutz, Heizung und Lüftung müssen offenbar auch das Dach, die Fenster und die Außenfassade saniert sowie die Sanitärbereiche und Gebäudeausstattung erneuert werden.

Ulrike Osman

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