Die Entscheidung steht:

Landrat Eichner will nicht Stadtrat werden

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Schließt eine Stadtratskandidatur aus: Walter Eichner, dessen Amtszeit als Landrat im April endet.

Landsberg – Was macht Landrat Walter Eichner ab Mai kommenden Jahres? Bereits im Januar hat er eine „neue berufliche Herausforderung ausgeschlossen“. Indes: Die Frage nach einer auch im CSU-Ortsverband unter OB Mathias Neuner diskutierten Stadtratskandidatur ließ Eichner bis dato offen. Jetzt hat er sich entschieden: „Ich trete nicht an!“

Herr Eichner, „Wird aus Landrat bald Stadtrat?“ titelte der KREISBOTE exklusiv am 30. Januar. Das haben Sie nie dementiert. Wie weit sind denn die Gespräche mit dem CSU-Ortsverband gediegen?

Eichner: „Es hat bis dato kein verbindliches Gespräch gegeben.“

Wie ist das zu verstehen?

Eichner: „Herr CSU-Ortsvorsitzender Mathias Neuner hat mich nach einem dienstlichen Gespräch lediglich gefragt, ob ich kandidieren werde. Mehr nicht. Das war schon vor einiger Zeit.“

Wie war Ihre Antwort?

Eichner: „Ich sagte ihm damals – sollte ich überhaupt zur Verfügung stehen – keinesfalls die CSU-Liste anführen zu wollen. Der letzte Platz auf der Liste wäre dann mein Wunsch. Ambitionen auf den Fraktionssprecher hätte ich auch nicht. Wegen einer Kandidatur bin ich nicht aufgefordert beziehungsweise gebeten worden.“

Sind Sie mittlerweile an gewünschter Stelle des Listenentwurfes zu finden? 

Eichner: „Es gab seither weder ein vertiefendes Gespräch noch eine weitere Kontaktaufnahme.“

Mathias Neuner bezeichnete sich bei seiner Wiederwahl zum Ortsvorsitzenden als „Galionsfigur“, wäre Walter Eichner als „Leitfigur im Stadtrat“ nicht die ideale Kombination?

Eichner: „Wenn Sie das so sehen – ich kommentiere diese Aussage nicht.“

Das ist schade. Dann mal anders gefragt: Wie waren denn die Reaktionen in Ihrem direkten Umfeld?

Eichner: „Nachdem Sie mit Ihrer Schlagzeile die Sache erstmals thematisiert hatten, und auch in der Folge, habe ich sehr viele positive Rückmeldungen auf die mögliche Kandidatur erhalten.“

Gilt das auch für den CSU-Kreisvorsitzenden?

Eichner: „Mit Herrn Landtagsabgeordneten Dorow war dies am Rande eines anderen Gespräches Thema. Herr Dorow hat meine kommunalpolitische Erfahrung und mein ver­waltungstechnisches Wissen sehr wohl – in aller Bescheidenheit von mir – treffend beschrieben. Er hat aber auch zum Ausdruck gebracht, dass er den amtierenden Oberbürgermeister verstehe, wenn dieser nicht aktiv auf mich zugehen möchte.“

Sie meinen, Ihre große Erfahrung in Politik und vor allem Verwaltung sei im Stadtrat unter OB Neuner nicht erwünscht?

Eichner: „Das haben Sie gesagt!“

Was sagen Ihre engen Parteifreunde zu einer möglichen Stadtratskandidatur?

Eichner: „Tu‘s nicht!“

Und, tun Sie‘s?

Eichner: „Nein“.

Toni Schwaiger

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