Walter Eichner (CSU):

Wird aus dem Landrat bald ein Stadtrat?

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Schließt sich bald ein kommunalpolitischer Kreis? Walter Eichner (CSU) steht für eine dritte Amtszeit als Landrat nicht mehr zur Verfügung, will dem Vernehmen nach aber für den Stadtrat kandidieren. Dem gehörte er von 1990 bis 1996 an.

Landsberg – „Halbe Sachen“ kommen für ihn einfach nicht infrage, wenn Landrat, dann richtig. Das hohe Tempo aber könne er auf Dauer nicht halten, deshalb steht sein Entschluss – endgültig: Walter Eichner (CSU) wird bei der Kommunalwahl 2014 nicht mehr antreten – zumindest nicht als Landrat.

Schon vor dem Jahreswechsel hatte der 62-Jährige angekündigt, seine Entscheidung im Januar fällen zu wollen. Dieses Versprechen hat Eichner jetzt wahrgemacht. Am Freitag informierte er zunächst die Spitze des CSU-Kreisverbandes. Vorsitzender Alexander Dorow nahm die Nachricht mit „großem Bedauern“ auf, respektiere aber den Entschluss des Landrates.

Am Montag ließ Eichner dann die Mitarbeiter im Landratsamt via e-Mail wissen, dass sie in 15 Monaten einen neuen Chef haben werden. Sie sollten es „als Erste“ erfahren – von ihm persönlich.

Als Hauptgrund für seine Entscheidung führt Eichner an, dass er das „hohe Tempo“ seiner Amtszeit auf Dauer nicht gehen und nicht durchhalten könne. Er habe in den letzten 30 Jahren mit „sehr großem Engagement“ für den Landkreis gearbeitet, so Eichner, und sei in dieser Zeit, davon elf Jahre als Landrat, „immer Vollgas“ gefahren. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Kreisbehörde und mit den Kreisgremien wolle er sich in der ver­bleibenden Amtszeit vor allem den Themen Schulentwicklungsplan, Klimaschutzkonzept, Klinikum, Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und Schuldenabbau widmen.

Eichner, der im Mai 63 Jahre alt wird, trat 2002 die Nachfolge des Apfeldorfers Erwin Filser (CSU) an. Im März 2008 wurde Eichner mit 65,8 Prozent in seinem Amt bestätigt. Wer könnte nun aus CSU-Reihen folgen? Bei dieser Frage bleibt Eichner diplomatisch: „Kein Kommentar zu diesem Thema, das ist Sache des Kreisverbandes.“ Als erste Kandidaten werden Eichners Stellver­treter Peter Ditsch (CSU) sowie Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch (FW) gehandelt.

Und was macht Walter Eichner ab Mai 2014? „Eine neue berufliche Herausforderung ist für mich ausgeschlossen“, beteuert er im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Ideale Voraussetzungen also für ein Stadtratsmandat? Immerhin steht auch in der CSU-Fraktion eine Generationswechsel bevor und da könnte eine Leitfigur wie Walter Eichner mit jeder Menge Erfahrung in Politik und Verwal- tung gewiss nicht schaden. Im Ortsverband ist man sich dessen bewusst und beschäftigt sich bereits intensiv damit.

Toni Schwaiger

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