Warum der EVL 200 plötzlich wieder interessant ist

„Der EVL ist wieder da!“ Solche Fangesänge hörte man in letzter Zeit wieder öfter am Hungerbachweg in Landsberg. Sportlich läuft es derzeit rund. Auch wenn das Spiel gegen Rosenheim nur knapp verloren wurde - der EVL kann mithalten, mit den großen in der Eishockey-Oberliga. Der KREISBOTE wagt eine Analyse, warum es bei den Landsbergern, im Gegensatz zum Saisonstart, nun läuft.

Der Trainer: Marian Hurtik ist nach außen hin sehr locker, sorgt mit seinen Sprüchen, vor allem auf Pressekonferenzen, für etliche Lacher. Intern gilt er als harter Arbeiter, der sehr viel Wert auf Disziplin legt. Das zeigte er bereits zu seinem Amtsantritt, als er die Spieler „sehr viel laufen“ ließ. Sein Vorgänger Norbert Zabel war schon nach wenigen Spielen ratlos, warum die Mannschaft teilweise regelrecht zusammenbrach. Der Torwart: Peter Holmgren begann schwach und leistete sich etliche Aussetzer. Seit Hurtik beim EVL ist, hält der Deutsch-Schwede wie ein Weltmeister. In Dortmund etwa, bewahrte er sein Team vor einem Rückstand. Seine Kollegen dankten es ihm mit einem 6:1-Sieg. Bessere Verteidiger Die Verteidigung: Die Verpflichtung von Martin Hoffmann hat den Landsbergern gut getan. Er bringt Stabilität in die Abwehr und trifft regelmäßig ins gegnerische Tor. Aber auch Sebastian Wolsch, der vom Stürmer zum Defensivmann umfunktioniert wurde, spielt eine gute Rolle. Generell haben sich alle Verteidiger in den letzten Wochen erheblich gesteigert. Der Sturm: Ist derzeit das Prunkstück beim EVL. Markus Vaitl trifft fast in jedem Spiel und auch Benjamin Barz zeigt mittlerweile, warum er mal in der DEL gespielt hat. Dazu kommen die Oldies Thorsten Rau und Derek Switzer, die derzeit ihren dritten Frühling erleben. Mit Igor Bacek scheint den Landsbergern ein guter Griff gelungen zu sein auch wenn Marian Hurtik „noch mehr von ihm sehen will“. Grabenkämpfe vorbei Das Umfeld: Keine Frage, der EV Landsberg2000 hat weiter hohe Schulden. Der Verein steht mit mehr als 300000 Euro in der Kreide, kämpft ums Überleben und ist gezwungen Gehälter teilweise später auszubezahlen. Dennoch ist es mittlerweile erstaunlich ruhig geworden. Es gibt keine internen Graben- kämpfe mehr. Im Gegenteil, der EVL hat viel vor und ist zusammen mit DEL-Club Frankfurt Lions auf der Suche nach einem gemeinsamen Nachwuchskonzept. Auch ein Hallen-Neubau außerhalb von Landsberg ist derzeit im Gespräch.

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