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„Der Bundespräsident ist mein Ehrenpate!“

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Von: Toni Schwaiger

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Dießen - Ehrenpatenschaft Bundespräsident
Die Ehrenurkunde des Bundespräsidenten sowie ein Präsent überreichte Bürgermeisterin Sandra Perzul an Claudia Knoller mit Baby Sebastian und dessen Schwester Bianca. © MG Dießen

Dießen – Außergewöhnlicher Termin im Dießener Rathaus. Bürgermeisterin Sandra Perzul empfing die Knollers, um ihnen stellvertretend eine Urkunde von Frank-Walter Steinmeier zu überreichen. Der Bundespräsident ist Ehrenpate von Sebastian Knoller, dem jüngsten Kind der Dießener Familie.

Dießen – Außergewöhnlicher Termin im Dießener Rathaus. Bürgermeisterin Sandra Perzul empfing die Knollers, um ihnen stellvertretend eine Urkunde von Frank-Walter Steinmeier zu überreichen. Der Bundespräsident ist Ehrenpate von Sebastian Knoller, dem jüngsten Kind der Dießener Familie.

Mit zu dem Termin mit Mama Claudia Knoller und Baby Sebastian kam der zweitjüngste Spross der Familie, die vierjährige Bianca. Mit großen Augen hörte sie den Ausführungen der Bürgermeisterin zu, die ihr genau erklärte, was es mit der Patenschaft für ihren kleinen Bruder auf sich hat und wer überhaupt der Mann ist, der nun der Ehrenpate von Sebastian ist.

Die Patenschaft steht für die besondere fürsorgende Verpflichtung des Staates kinderreichen Familien gegenüber. Sie hat in erster Linie symbolischen Charakter und wird von den Eltern beziehungsweise von der Gemeinde beantragt in der das siebte Kind gemeldet ist. Das Patenkind erhält eine Patenschaftsurkunde und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel ein Geldgeschenk – aktuell sind das 500 Euro.

Der kleine Sebastian ist als siebtes Kind von Claudia und Peter Knoller am 1. Dezember vergangenen Jahres zur Welt gekommen. Seine Geschwister, drei Mädchen und drei Jungs im Alter zwischen vier und 14 Jahren und sorgen für jede Menge Abwechslung und Trubel zu Hause. Dabei kümmern sich die Großen aber auch schon um die Kleinen und übernehmen kleinere Tätigkeiten im Haushalt, was für Mama Claudia eine kleine, aber entscheidende Entlastung im Alltag darstellt.

An ihre Grenzen sei sie aber im Laufe der letzten zwei Corona­jahre gelangt. Bei vier schulpflichtigen Kindern ist es leicht nachvollziehbar, welchen großen Belastungen die Familie ausgesetzt war. Auch die Viruserkrankung selbst ist an ihr nicht vorbeigegangen. Alle Kinder hatten Corona, auch die Eltern, im Moment seien aber alle negativ, freute sich Claudia Knoller beim Termin im Rathaus. Wenn alles gut läuft, darf die kleine Bianca im Herbst dann endlich in den Kindergarten gehen. Die Eingewöhnung hatte sich ebenso wegen Corona verschoben.

Mit der Ehrenpatenschaft soll der Bundespräsident mit dazu beitragen, das Sozialprestige kinderreicher Familien in Deutschland zu stärken. Das ist schon seit 1949 so. Bislang sind nach Angaben des Bundespräsidialamtes rund 81.700 Ehrenpatenschaften übernommen worden, in den letzten zehn Jahren waren es jeweils zwischen 450 und 600.

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