Es geht hoch hinaus!

Ein Kletterzentrum für die ganze Familie

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Dem "Lech-Kletterzentrum" im Süden des Kauferinger Bahnhofs dürfte nach der Einigung der Wasserle GmbH mit den AV-Sektionen Landsberg und Kaufering nichts mehr im Wege stehen.

Kaufering – Die Würfel sind gefallen und das Ergebnis dürfte viele Kletterfreaks in der Region erfreuen: Die Pläne für den Bau des „Lech-Kletterzentrums“ im Süden des Kauferinger Bahnhofes werden fortgeschrieben. Nach vierstündiger Abschlussberatung segneten die Vertreter der Alpenvereinssektionen Landsberg und Kaufering mit Investor Markus Wasserle einen Kooperationsvertrag ab, der den Weg für das Millionenprojekt freimacht– ohne finanzielle Beteiligung der beiden Vereine.

Wie im KREISBOTEN berichtet, sollte das Projekt ursprünglich gemeinsam realisiert werden, drohte aber zuletzt in dieser Form zu scheitern. Grund: Die Gemeinnützigkeit und damit verbunden die Förderfähigkeit bliebe dem Vorhaben versagt, somit hätten die Vereine ihren finanziellen Part aus eigener Kraft schultern müssen. Andererseits hatte Kauferings Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung auferlegt, dass man das rund 5.650 Quadratmeter große Grundstück an der Viktor-Frankl-Straße nur dann an die Gebäudereinigung Wasserle GmbH&Co.KG veräußern werde, wenn das Vorhaben Kletterhalle in Kooperation mit den AV-Sektionen, vorrangig der Kauferinger, umgesetzt werde.

Eben das haben die drei Beteiligten nun nach „fast einem Jahr intensiver Verhandlungen“ manifestiert. Demnach soll, wie Investor Markus Wasserle am Tag nach der Einigung in einer Presseerklärung bekannt gab, die Wasserle GmbH „in eigenem Namen und auf eigene Rechnung“ die

Investor Markus Wasserle will ein "Kletterzentrum für die ganze Familie" bauen.

Kletterhalle errichten. „Ein Zuschuss von einer öffentlichen Gebietskörperschaft, insbesondere Gelder aus der Sportförderung, soll daher nicht beansprucht werden.“ Diese Aussage des Investors dürfte insbesondere in der Stadt Landsberg auf offene Ohren stoßen, denn dort hat der Stadtrat bereits vor eineinhalb Jahren 200.000 Euro aus der Sportförderung für das Projekt zugesagt – schweren Herzens.

Gleichwohl, und das ist ein Bestandteil des Vertrags, werden die beiden AV-Sektionen bei der Planung der Anlage eingebunden, schließlich soll sie den DAV-Standards entsprechen. Mit dem Anbringen der Sektions-Logos werde die Kooperation auch nach außen gut sichtbar sein, verspricht Wasserle.

Allein damit aber hätten sich die finalen Verhandlungspartner der beiden Alpenvereine, Joachim Metzen und Georg Schappele (Landsberg) sowie Helmut Hohenadel und Franz Heinrich (Kaufering), nicht zufrieden gegeben. Sie erreichten, dass alle Jugenlichen mit einer Mitgliedschaft bei den beteiligten Sektionen eine „Förderung bei den Eintrittspreisen“ bekommen. Ferner sollen Trainer kostenlosen Eintritt erhalten und die Durchführung regelmäßiger Kurse durch den DAV ermöglicht werden. „Darüber hinaus gehende Verpflichtungen, insbesondere finanzielle Risiken, tragen die Sektionen nicht“, beteuert Markus Wasserle.

Dem Investor schwebt eine „Anlage für die ganze Familie“ vor. Das Konzept dazu möchte er auf der Mitgliederversammlung des Landsberger Alpenvereins am 13. Juli präsentieren. Neu werde dann lediglich sein, dass Kletterhalle und Gebäudereinigung in einem gemeinsamen Baukörper vereint sein werden. Nach wie vor geht Wasserle davon aus, dass der Umzug seiner Firma (170 Mitarbeiter) von Martinsried bei München in den Süden Kauferings und die Eröffnung des „Lech-Kletterzentrums“ bereits im kommenden Jahr sein werden.

Übrigens: Parallel zu den Verhandlungen mit der Wasserle GmbH diskutierten die beiden AV-Sektionen intern auch eine alleinige Realisierung des Projekts Kletterhalle. Aus finanziellen Erwägungen verwarf man diese Planungen allerdings Anfang dieses Jahres und konzentrierte sich darauf, den Kooperationsvertrag zum Abschluss zu bringen. Dass dies jetzt gelang, erfülle alle Beteiligten mit „großer Freude und etwas Stolz“, betont Wasserle.

Toni Schwaiger

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