Wechselvolles Duell der Basketballer

Ein Spiel mit wechselnden Gesichtern haben die HSB Landsberg am Sonntag bei der fränkischen SpVgg Rattelsdorf abgeliefert, aber dennoch mit 109:99 gewonnen. Dass es kurz vor Ende noch einmal kritisch wurde, lag an einer verheerenden Freiwurfquote der Lechstädter. Gelungene Dreierwürfe des Gegners verhalfen Rattelsdorf schließlich zu einem Ein-Punkte-Vorsprung drei Minuten vor Schluss. Aber dann war wie immer Jason Boucher da und zusammen mit Florian Pejchar konnte sich ihr Team mit am Ende zehn Punkten absetzen.

Dass es kein leichtes Spiel werden würde, davor hatte schon Teammanager Jürgen Flessner eindringlich gewarnt. Nach einem so knapp verlorenen, guten Spiel, wie das vorherige gegen den Tabellenführer Würzburg, ist die Einstellung auf vermeintliche „Kellerkinder“ immer schwierig. Zudem ist die Spielweise der Rattelsdorfer sehr unorthodox. Ihre Block-Wechsel, also der Austausch von gleich fünf Spielern, bringt immer Unruhe und Zuordnungsprobleme mit sich. Nach einem zunächst schwierigen Start konnte das erste Viertel doch noch ausgeglichen gestaltet werden (27:27). Die Franken waren nämlich ebenfalls sehr motiviert. Sie müssen noch Punkte sammeln, um den Abstieg zu verhindern. Dennoch konnte das Team um Michael Teichner bis zur Halbzeit einen 13-Punkte-Vorsprung erzielen (46:59) und hatte die irritierenden Wechsel des Gegners besser im Griff. Nach der Pause und einem weiter wachsenden Vorsprung, bis zu zwischenzeitlich 20 Punkten, nahm Landsberg das Tempo raus. Die Kondition der angeschlagenen Spieler machte sich bemerkbar. Außerdem war das dritte Viertel gekennzeichnet durch eine verheerende Freiwurfquote: Von 41 Versuchen trafen nur 15 in die Reuse. Weil Rattelsdorf nie aufgab, immer wieder hoch motiviert und geschlossen weiterkämpfte und einige Dreier-Würfe unterbrachte, konnte deren Team nicht nur aufholen, sondern führte drei Minuten vor Schluss tatsächlich mit einem Punkt (92:91). Aber vor allem Boucher und Pejchar wollten sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen und investierten noch einmal richtig viel Energie. Und weil die Wurf-Versuche jetzt wieder erfolgreich waren, zog Landsberg am Ende doch noch mit zehn Punkten davon zum 109:99-Endstand. Gerade weil einige Spieler angeschlagen sind und es immerhin ein Auswärtsspiel war, ist auch Jürgen Flessner zufrieden mit der Leistung der Landsberger. Im Ausblick auf die noch ausstehenden drei Spiele muss die Motivation aber weiter hochgehalten werden. Denn die, die jetzt noch kommen, Breitengüßbach am nächsten Samstag zuhause und zwei Wochen später Gotha sowie Immo Baunach dazwischen auswärts, wollen die Punkte auch unbedingt haben. Dennoch, so Jürgen Flessner, will man bereits im nächsten Spiel einem Nachwuchstalent eine Chance geben. Lorenz Hüper mit ganzen 17 Jahren wird zeigen dürfen, was in ihm steckt.

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