Von wegen Überraschung

Auf Biegen und Brechen: Landsbergs Gatto Piepenburg (am Ball) wird in dieser Szene von der Gästeabwehr jäh gestoppt. Foto: Krivec

Sie hatten für diesen Spieltag so sehr auf eine Überraschung gehofft, doch daraus wurde wieder mal nichts: Nach einer schwachen ersten Hälfte unterlagen die Handballer des TSV Landsberg gegen den TSV Niederraunau mit 19:29 Toren. Damit liegen die Lechstädter jetzt auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Gleich zu Beginn musste die Partie auf Grund einer schweren Verletzung eines Niederraunauer Spielers unterbrochen werden. Gastgeber Landsberg hatte bis dahin einigermaßen mitgehalten. Die Gäste ließen sich aber nicht schocken und zogen ihr schnelles, druckvolles Angriffsspiel auf. Bei den Lechstädtern ging dann auf einmal nichts mehr im Angriff. Um einen Gegner wie Niederraunau auszuspielen ist die Mannschaft wohl noch nicht eingespielt genug. Aber auch in 1:1-Aktionen konnte man sich nur selten durchsetzen, zu oft fehlte da etwas die Entschlossenheit, oder wurde zu früh abgebrochen. Technische Fehler wurden vom Gegner gnadenlos bestraft. Zwar konnte Landsberg mit der extrem offensiven Abwehr den Spielaufbau der Gäste empfindlich stören, aber auch mit seiner körperlichen Überlegenheit setzten sich Niederraunau immer wieder durch. Trotz vieler vergeblicher Versuche gelang es Landsberg erst wieder kurz vor der Pause den Ball im gegnerischen Tor unterbringen – dazu trug allerdings Teil auch die starke Leistung des Gästekeepers bei. Zur Pause lag der TSV schon mit 6:15 hinten. Immerhin: Die Landsberger ließen sich davon nicht schocken, legten kämpferisch noch etwas zu und verhinderten so ein weiteres Anwachsen des Rückstandes – 10:19 stand es in der 39. Spielminute. Doch gegen die versierten Gäste mit einer nach wie vor stabilen Abwehr war mehr nicht drin. Mitte der zweiten Hälfte musste man sie sogar noch mal wegziehen lassen. Auch erfahrene Spieler kamen viel zu wenig zum Erfolg. Mit einer Energieleistung arbeiteten sich die Gastgeber wieder etwas heran, so dass wenigstens der zweite Durchgang fast ausgeglichen endete. „Dass wir spielerisch nicht mithalten können, ist für mich nach diesen personellen Umbrüchen im Team klar. Wir müssen den Erfolg über den Kampf mit schnellen Gegenstößen suchen. Da sind wir körperlich oft mal unterlegen könnten aber durch Technik einiges ausgleichen; das kann man lernen“, beschreibt Landsbergs Trainer Hubert Müller die Situation. „Die Jungs kämpfen und lassen den Kopf auch bei zehn Toren Rückstands nicht hängen, das ist bewundernswert. Aber wir brauchen auch mal Erfolge.“ Das nächste Spiel am kommenden Sonntag beim TV Immenstadt wird für Landsberger auch nicht einfacher. Bei heimstarken Gegnern konnten die Lechstädter auch in besserer Besetzung noch nie punkten.

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