Wegweiser im Berufs-Dschungel

Wirtschaftsminister Martin Zeil (2. v. rechts) informierte sich an den Ständen der 1. Landsberger Ausbildungsmesse über die Jobangebote der teilnehmenden Firmen. Fotos: Osman

Alle waren sie da: das Klinikum, die Stadt und der Landkreis, Polizei und Bundeswehr, die Stadtwerke, die großen Discounter, die Handwerksinnungen, die Banken, große und kleine Firmen. Rund 70 Ausbildungsbetriebe waren am vergangenen Freitag bei der ersten Landsberger Ausbildungsmesse im Sportzentrum vertreten, um sich vorzustellen, mit möglichen künftigen Auszubildenden ins Gespräch zu kommen und über Berufsbilder zu informieren.

Über 1200 Schülerinnen und Schüler aus Haupt- und Realschulen sowie der Landsberger Berufsschule besuchten im Rahmen des Unterrichts die Messe. Dennoch machte nichts an diesem Vormittag den Eindruck einer Pflichtveranstaltung. An jedem der vielen Stände Trauben interessierter Jugendlicher, intensive Gespräche allenthalben – die Neugier der jungen Leute im Hinblick auf Ausbildungswege und Berufschancen war gewaltig. Dazu gab es Vorträge über die Berufsbilder und Aufstiegschancen in einzelnen Branchen sowie praktisches Bewerbungstraining. Der hohe Besuch des bayerischen Wirtschaftsministers Martin Zeil blieb in dem Gedränge fast unbemerkt. Zeil unternahm gemeinsam mit Landrat Walter Eichner und dem Organisationsteam – Markus Wasserle, Jonas Pioch, Jan Kyri und Daniel Höfler – einen Messerundgang und lobte die Neugier und Entschlossenheit der jungen Leute. „Ausbildung verhindert Einbildung“, zitierte Landrat Eichner ein altes deutsches Sprichwort. „Eine gute Ausbildung trägt zur Persönlichkeitsbildung bei, hilft, die eigenen Fähigkeiten und auch Schwächen richtig einzuschätzen, und vermittelt ein realistisches Bild von den Anforderungen des Berufslebens.“ Mit dem Fortschreiten des demografischen Wandels und dem zunehmenden Fachkräftemangel wird der Wettbewerb um guten Nachwuchs in der Wirtschaft immer intensiver. Eichner: „Es wird auch im Landkreis Landsberg immer schwieriger werden, Arbeitskräfte mit der notwendigen Qualifizierung zu finden.“ Für die nachwachsende Generation ist das eine große Chance. Gezielte Vorbereitung Das wissen auch die Lehrer, die ihre Klassen zur Ausbildungsmesse begleiteten. Maximilian Mirlach von der Volksschule Windach etwa hatte seine Schüler zur Vorbereitung mit Arbeitsblättern versorgt und sie Fragen an die Ausbilder entwickeln lassen. „Die Schüler sollen von ihrem Besuch hier so viel wie möglich mitnehmen“, so Mirlach. Um künftig auch Eltern die Chance zu geben, die Ausbildungsmesse zu besuchen, soll die Veranstaltung laut den Organisatoren in den kommenden Jahren auf den Nachmittag ausgedehnt werden.

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