Die Geschichte von "Lu"

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Der Chor der Dießener Musikschule „Cäcilia Nova“ begeisterte das Publikum des Weihnachtskonzerts mit „Meine Seele erhebt den Herrn“ von Georg Philipp Telemann.

Dießen – Es ist schon ein ganz besonderes Weihnachtskonzert, zu dem die Dießener Musikschule jedes Jahr einlädt: Alle Jahre wieder gibt es ein schönes Märchen aus der Feder eines Musiklehrers, das von zahlreichen Musikschülern, ob im Ensemble, im Orchester oder als Solisten musikalisch ausgestaltet wird: So erstrahlten auch heuer zur blauen Stunde in der Aula der Carl-Orff-Schule die Kerzen, und schöne Musik, von Mozart bis Mnozil Brass, bereitete dem kleinen Lichtstrahl „Lu“ einen wundervollen Empfang auf der Erde.

Der Text aus der Feder von Thomas Kreutz und Carmen Gunturu, einfühlsam vorgelesen von Thomas Kreutz und Sabine Eggebrecht, bildete gemeinsam mit der Musik auch beim diesjährigen Weihnachtskonzert ein wundervolles, vielstimmiges Ganzes. Mit viel Engagement und Leidenschaft waren die überwiegend jungen und jugendlichen Musiker dabei, und das Publikum bedankte sich mit großer Aufmerksamkeit vom ersten bis zum letzten Takt. So hätte man eine Stecknadel fallen hören, bevor das Musikschulorchester in die freudige Erwartung hinein zum ersten Takt von „Shenandoah“ ansetzte.

Angesichts der vielen schönen Musikbeiträge war es nicht ganz einfach, mit dem Applaus – wie von den Veranstaltern gewünscht – bis zum Schluss zu warten. Geradezu virtuos waren schließlich auch einige Solo-Beiträge, wie zum Bespiel der erste Satz des „Concerto F-Dur“ von Giovanni Batista Sammartini, gespielt von Julia Maier an der Blockflöte, oder der zweite Satz des „Concerto D-Dur“ von Hans M. Millies, vorgetragen von Laura Bachmann, an der Violine. „Wie schön doch diese Musik ist“, seufzte Lu, nachdem der letzte Ton der Geige verklungen war.

Begeisterung war zu spüren, als die neunjährige Clea Schultze am Klavier das „Confectionery on a Conveyor Belt“ von A. Yuyama mit viel Temperament vortrug. Mit der beschwingten Musik im Ohr sah man das lustige Fangenspiel und die Schneeballschlacht von Lu und seinem kleinen Menschenfreund Milad geradezu vor sich.

Wie trefflich und einfühlsam die Musik Stimmungen des Märchens aufgriff, illustrierte und wiedergab, zeigte sich auch an besinnlicheren Stellen, zum Beispiel wenn den kleinen Lu das Heimweh nach dem Universum oder die Sehnsucht nach seiner Lichtstrahlen-Familien plagte. Gefühle, die bei Pjotr Ilyich Tschaikowskis „Altfranzösischer Melodie“ mit Paula Varchmin am Klavier, oder bei einem melancholischen „Walzer in A-Moll“ von Frederic Chopin, den Klavierschülerin Juliane Kröger sehr gefühlvoll interpretierte, spürbar und nachvollziehbar wurden.

Lustig und beschwingt wurden die Musikstücke gegen Ende der Geschichte, während Lu mit seiner Menschenfamilie Weihnachten feiert. Da durften es die Blechblüten bei einem Arrangement von Mnozil Brass „Es wird scho glei humptata“ musikalisch und mit komödiantischen Einlagen mal so richtig krachen lassen.

Nach dem wohlverdienten Schlussapplaus, bedankte sich Hanni Baur, die seit April dieses Jahres dem Musikschulverein vorsteht, bei der gesamten Musikschulgemeinschaft für ein gutes Jahr 2016, das mit einem Vorstandswechsel zwar turbulent begonnen hatte, aber nun mit einem wundervollen Weihnachtskonzert ausklang: „Wir haben supertolle, diplomierte Lehrer und fröhliche, ambitionierte Schüler. Und wir bedanken uns bei den Eltern, die ihre Kinder der Dießener Musikschule anvertrauen.“ Nachzulesen ist das Weihnachtsmärchen „Lu“ in der aktuellen Musikschulzeitung „Saitenblatt“, die ab sofort vielerorts ausliegt.

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