Stets ein Teil des Ganzen

Weil – Seit wenigen Tagen darf sich die Grundschule Weil offiziell Inklusions-Schule nennen. Rektor Christian Geus nahm in München von Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich die Urkunde „Schule mit dem Schulprofil Inklusion“ entgegen. Damit ist Weil eine von insgesamt 164 Schulen im Freistaat, die das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne besonderen Förderbedarf besonders vorbildlich praktizieren.

Konkret bedeutet die Einstufung als Inklusionsschule, dass vom Kultusministerium zusätzliche Lehrerstunden genehmigt werden und eine enge Zusammenarbeit mit Sonderpädagogen stattfindet. Nach Weil kommt zum Beispiel für 13 Wochenstunden eine Lehrerin des Sonderpädagogischen Förderzentrums Landsberg, die gemeinsam mit der regulären Lehrkraft in die Klassen geht. „Davon profitieren alle Kinder“, sagt Rektor Geus. Das Kollegium werde im laufenden Jahr zahlreiche Fortbildungen in Anspruch nehmen, die ebenfalls in Kooperation mit dem Förderzentrum stattfinden werden.

Vorläufig gilt das Schulprofil Inklusion nur für die Grundschule. Dort werden in sieben Klassen insgesamt 132 Kinder unterrichtet, von denen zehn einen besonderen Förderbedarf haben, etwa wegen sprachlicher Störungen, Autismus, sozial-psychologischer Probleme oder körperlicher Behinderungen. Bei der Förderung gehe es nicht nur um schulische Inhalte, sondern auch um Befindlichkeiten, erläutert Geus. „Wir wollen den Kindern das Gefühl geben, dass sie leistungsfähig sind und Erfolge erzielen.“ Dabei helfen unter anderem pädagogische Noten, die weniger den objektiven als den persönlichen Lernfortschritt und die Anstren- gungsbereitschaft belohnen.

Profilschule Inklusion

Wichtig ist der Schule außerdem, wie Geus sagt, „Kindern mit Handicap das Gefühl zu geben, dass sie ein völlig gleichberechtigter Teil des Ganzen sind“. Da die meisten der Kinder auch nach der Grundschule in Weil bleiben dürften, soll zu gegebener Zeit auch für die Mittelschule der Antrag auf Ernennung zur „Profilschule Inklusion“ gestellt werden.

Unterstützt wird die Schule sowohl von der Elternschaft als auch vom Schulverband Weil. Darüber ist Geus besonders froh, denn auf den Sachaufwandsträger könnten zusätzliche Kosten zukommen, wenn etwa behindertengerechte Umbauten fällig werden.

Ulrike Osman

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