Weiter mit dem Bürger planen

Der Stadtrat zeigt sich von den Hauptplatz-Drohkulissen Bürgerinitiative und -entscheid nicht beeindruckt. Mit 24:3 Stimmen sprach sich das Plenum am Mittwoch dafür aus, auf dem eingeschla­genen Weg zu bleiben. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, auf der Basis des Umbaukonzeptes 2 die offene Bürgerbeteiligung weiterzuführen und die Anregungen in die Entwurfsplanung einfließen zu lassen. Der Vorentwurf des Büros Lohrer.Hochrein Landschaftsarchitekten soll Ende des Jahres vorliegen.

„Das Ergebnis der Bürgerbefragung sehen wir als Bürgerauftrag an, den wir nun Schritt für Schritt umsetzen wollen“, bekräftigte Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD). Und wies darauf hin, dass der von Prof. Joachim Vossen begleitete Prozess der offenen Bürgerbeteiligung verdichtet werde. So sei vorgesehen, noch in dieser Woche weitere Zielgruppen anzuschreiben, sie über das Verfahren zu informieren und zur Mit­- wirkung aufzurufen. Angesprochen werden dabei unter anderem die Einzelhändler und Anwohner am Hauptplatz, der Senioren- und der Jugendbeirat so­wie und der Kreisverband des Allge­meinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Weiterhin soll demnächst noch ein Feedback zur Bürgerbefragung per Post an alle Lechstädter über 16 Jahren gehen. Zum Auftakt der Planungsphase findet am 16. September im Rathausfestsaal eine Bürgerinformation statt. Dabei geht Prof. Vossen erneut auf die Bewertung der drei Umbaukonzepte und den weiteren Bürger­beteiligungsprozess ein und Architekten des Münchener Büros Lohrer.Hochrein stellen ihr „planerisches Kon­zept“ vor. Darüber hinaus möchte Stadtbaumeisterin Annegret Michler den jeweils aktuellen Sachstand auf Schautaufeln in der Altstadt und im Rathaus darstellen. Vermutlich im November können die Lechstädter die Begehbarkeit des künftigen Hauptstadtpflasters auf einer Musterfläche beurteilen. Shared Space und mehr In den vom Stadtrat jetzt für gut 100000 Euro vergebenen Leistungsphasen 2 und 3 werden sich die Architekten aus der Landeshauptstadt zunächst auf den Vorentwurf konzentrieren. Dabei geht es auch in Zusammenarbeit mit fachlich Beteiligten an erste Detailfragen, etwa die Bushalte­stellen oder die Entwässerung. Auf den behördlichen Prüfstand komme dabei laut Stadtbaumeisterin Michler auch das „Shared Space“, der gemeinsam genutzte Raum bei Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer. Ob sich dieses nach der aktuellen Straßenverkehrsordnung noch nicht zulässige Modell in Landsberg realisieren lässt, sollen Gespräche mit dem Straßenbauamt Weilheim und der Obersten Baubehörde in München ergeben. Angst vor der Baustelle Bei der Präsentation der Entwurfsplanung Ende dieses Jahres sind weiterhin erste Aussagen zum Baustellenmanage­- ment gefordert. Lehmann dazu: „Wir wissen, dass gerade der Einzelhandel und die Anwohner Angst vor der Baustelle haben.“ Zu präzisieren sei bis dahin auch die Darstellung des fließenden Verkehrs inklusive einer Regelung des Bus- und Schulbusverkehrs. Und letztlich dürfte zu Weihnachten 2010 eine erste Kostenschätzung unter dem städtischen Christbaum liegen. Konkrete Zahlen, sprich eine Kostenberechnung, wird es voraussichtlich bis Ostern geben, wenn die Entwurfsplanung dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt wird. Erst danach werden die weiteren Leistungsphase vergeben.

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