Mutationen mehren sich

Weitere Virusmutationen im Landkreis Landsberg bestätigt

Das Ergebnis der DNA-Analyse eines mutierten Coronavirus. dpa
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Das Ergebnis der DNA-Analyse eines mutierten Coronavirus. (Symbolbild)

Landkreis – Die Virusmutationen im Landkreis nehmen weiter zu: Insgesamt 16 Infektionen mit der SARS-CoV-2 Virusvariante B.1.351 – der südafrikanischen Variante – wurden gestern vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bestätigt. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der südafrikanischen Mutationen im Landkreis auf 34, heißt es in einer Meldung des Landratsamtes. 

Elf der neu bestätigten Fälle gehören zum Umfeld der „Seniorenwohnanlage mit Heimcharakter“ in Windach. Zu den aus dieser Einrichtung bereits gemeldeten Varianten sei nun nochmals bei sechs Bewohnern, vier Mitarbeitern und einer Person aus dem Umfeld der Einrichtung die südafrikanische Variante bestätigt, so Landratsamt-Pressesprecher Wolfgang Müller. Drei der betroffene Personen konnten inzwischen aus der Quarantäne entlassen werden.

Drei weitere bestätigte Fälle der südafrikanischen Variante gebe es in einer anderen Wohngemeinschaft, die keine Senioreneinrichtung sei, heißt es in der Meldung. Hier konnten zwei der Bewohner zwischenzeitlich aus der Quarantäne entlassen werden.

Auch bei zwei positiv getesteten Mitarbeitern des Seniorenheimes in Greifenberg wurde die afrikanische Virusvariante bestätigt. Einer der betroffenen Mitarbeiter habe bereits die 14-tägige Quarantänezeit hinter sich gelassen, sagt Müller.

Im Umfeld der Bäckerei Kasprowicz hat das LGL bei zwei weiteren Personen die britische Virusvariante B.1.1.7 bestätigt. Damit erhöht sich die Zahl dieser Variante auf insgesamt acht. Auch dabei handele sich um erwartete Bestätigungen von Verdachtsfällen, sagt Müller. Beide Personen seien mittlerweile aus der Quarantäne entlassen.

Ein Todesfall

Erstmals im Landkreis Landsberg ist eine Person im Zusammenhang mit einer Mutation verstorben. Hierbei handele es sich um die südafrikanische Variante. Die Person sei jedoch bereits vor einiger Zeit gestorben und nach einer Sequenzierung die Virusmutation nun gestern nachträglich bestätigt, heißt es seitens des Landratsamtes.

Mittlerweile würden alle positiven Testergebnisse als Verdachtsfälle auf Mutationen nachsequenziert. „Unsere Inzidenz im Landkreis ist trotz der Virusmutationen stabil,“ sagt Müller. „Wir hoffen, dass wir sie erfolgreich eindämmen konnten.“
Andrea Schmelzle

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