Mit internationalem Charakter

+
Freuen sich auf das 6. Dießener KurzFilmFestival: Die Initiatoren Sebastian Goy, Ulrike Kreutzer, Nina Munker, Dr. Dietmar Müller und Christine Reichert mit Filmfahne (v. l.).

Dießen – „Auch Dießen Cannes“, so könnte heuer das Motto des Dießener KurzFilmFestivals lauten, scherzten die Festival-Organisatoren, die sich am Dienstag nach monatelanger Vorarbeit erschöpft aber glücklich im „Schützengarten“ versammelten um das diesjährige Festivalprogramm vorzustellen. Gut 400 Kurzfilme haben sie sich mit ihrem großen Team, bestehend aus rund 20 Fachleuten und Cineasten von März bis Juli angeschaut. 27 Kurzfilme und zehn Dokumentationen wurden ausgewählt.

Sie werden beim KurzFilmFestival (11. bis 15. November) an vier Abenden in der Schützenhalle zu sehen sein, bis es dann beim großen „Best Of“ mit Preisverleihung am Samstag, 15. November wieder heißt: „And the winner is …“. „Alle Genres kommen vor, ob animierter Film, spannender Krimi, Liebesgeschichten oder Komödien. Der kürzeste dauert eine, der längste Kurzfilm 15 Minuten“, schwärmt Christine Reichert. Sie hob das mittlerweile weit über die Region hinaus bekannte Dießener KurzFilmFestival vor sechs Jahren mit dem Heimatverein aus der Taufe. 

Dokumentationen dürfen etwas länger dauern, nämlich bis zu 30 Minuten, erklärt Ulrike Kreutzer, die diese Sparte mittlerweile im dritten Jahr betreut. Während 2013 viele fiktive Dokus eingereicht wurden, die das eigene Genre auf witzige Art und Weise parodieren, sind diesmal, so Kreutzer, mehrere junge Filmemacher aus dem Ausland dabei, die in Deutschland leben oder studieren und über die Situation in ihren Herkunftsländern berichten. „Wir haben also ein deutschsprachiges Programm mit internationalem Charakter – man kann wunderbar in unterschiedlichste Welten eintauchen“, freut sich die Medienpädagogin. 

Zeitgemäß gestaltet sich auch der diesjährige Filmpreis. Die Macher der prämierten Filme erhalten nicht mehr, wie bisher, Kodakfilmrollen. Stattdessen warten auf den erstplatzierten ein hochwertiges digitales Schnittprogramm, ein Geldpreis von 1000 Euro und natürlich die Dießener Filmfahne. Platz 2 und 3 werden mit der Filmfahne und jeweils 500 Euro Preisgeld honoriert. Als Vorgeschmack darauf, was der Kurzfilm kann, wurde zum Pressetermin Miriam Blieses Film „An der Tür“ gezeigt: Ein Vater (Wolfram Koch) wartet an der Haustür seiner Exfrau (Jeanette Hain) auf seinen Sohn. Derweil unterhalten sich die beiden über die Sprechanlage. Der Dialog ist eher brüchig, der Subtext kolossal. Innerhalb von fünf Minuten erfährt man erstaunlich viel über drei Menschen und eine zerbrochene Beziehung. 

Ein Novum ist heuer das erste Kinder- und Jugendfilmfestival „Flimmerfisch“ im Rahmen des KurzFilmFestivals. Schon bald sollen zahlreiche Flimmerfische, die in den Dießener Schulen gemalt und gebastelt wurden, in den örtlichen Schaufenstern auf das Ereignis hinweisen. Echte Hingucker sind der leuchtend rote Filmfest-Flyer und das Filmfestprogramm die nun vielerorts ausliegen.

Ursula Nagl

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Die Sparkasse Landsberg-Dießen reduziert
Die Sparkasse Landsberg-Dießen reduziert
Lisa will Bierkönigin sein
Lisa will Bierkönigin sein
Toll: Das erste Azubi+ ist da!
Toll: Das erste Azubi+ ist da!

Kommentare