Weniger Energie verbrauchen – Sanierung der Hauptschule Fuchstal kostet 1,6 Millionen Euro

Mit insgesamt 1,6 Millionen Euro wird die Hauptschule in Fuchstal saniert. Der Epfacher Architekt Peter Holzapfel stellte in der vergangenen Woche dem Gemeinderat seine Pläne vor. Eine umfassende Wärmedämmung sowie die Erneuerung der Fenster und Modernisierung der Heizungsanlage, sor­gen zukünftig für komfortable Arbeitsbedingungen in dem 30-jährigen Gebäude. Damit will die Gemeinde über 50 Prozent Energie einsparen. Außerdem genehmigte der Rat den Anbau für die offene Ganztagsschule.

Mit umfassenden Bauarbeiten im kommenden Jahr müssen Lehrer und Schüler rechnen. Im Einzelnen stellte Holzapfel den derzeitigen teilweise maroden Zustand der Schule dar. Die Flachdächer hielten nur noch bedingt Feuchtigkeit zurück. Bei starkem Regen dringe immer wieder Wasser ein. So habe man bereits im Werkraum einen Wasserschaden im Mauerwerk. Und die Aluminiumfenster entsprächen den heutigen Anforderungen nicht mehr. Sie werden deshalb gegen dreifach ver­- glaste Kunststofffenster ausgetauscht. Dies sei, bei 700 Quadratmetern Fläche, der größte Posten in der Baumaßnahme. Auch die Jalousien sollen erneuert werden. "Wahnsinnig gut" Anerkennend äußerte sich der Architekt über die vorhandene zwölf Zentimeter starke Dämmung des Daches. Für die damalige Zeit sei das bereits „wahnsinnig gut“. Nun bekommt das Dach nach der Sanierung eine 24 Zentimeter starke Isolierung. In den Klas­sen­räumen sorgt zukünftig ein Vollwärmeschutz oberhalb der Fensterflächen für gemütlichere Temperaturen. Außen werde eine Sockeldämmung angebracht. Gemeinderat Norbert Kees fragte sich, weshalb denn keine flächige Dämmverschalung des Außenbereichs angedacht sei. Holzapfel argumentierte mit der stark struktu­- rierten Gestaltung der Fassade. Die gestalterischen Betonelemente verschwänden hinter einer solchen Verschalung. Ein weiterer, großer finanzieller Posten ist die neue Lüftungs­anlage, die für eine gute Durchlüftung in den Unterrichts­räu­- men sorgen wird. Die Heizung schließlich erhält eine zentrale Regelung, die kein „unkontrolliertes Herumdrehen“ mehr erlaube. „Wenn alles dicht ist, gibt es da keine Taupunktproblematik?“ warf Rat Kees kritisch ein. Das sei schon in der Vergangenheit nicht aufgetreten und mit der neuen Lüftungsanlage nicht möglich, beruhigte ihn der Epfacher Architekt. Auch im Innenbereich der Schule wird nichts vergessen. So kann man sich in Zukunft von der Aula mit einem robusten Aufzug behindertengerecht in den ersten Stock befördern lassen. Neue Rauchschutztüren werden die Sicherheit verbessern. Eine umfangreiche Reinigung und einen neuen Anstrich erhalten die Betonbrüstungen, Stützen und Fußböden, denen man das Alter ansieht. In den neuen Anbau Diese Baumaßnahmen könne man nicht alle in den Ferien durchführen, erläuterte Peter Holzapfel den Umfang. Auch wenn man in der schulfreien Zeit mit dem Bau anfange, müssten die Fenster während des Schulbetriebs ausgewechselt werden. Dafür rechne er mit ungefähr zwei bis drei Tagen pro Klassenzimmer. Man werde aber dann vorläufig in den neuen Anbau der Ganztagsschule ausweichen können. Mit diesem Bau will die Gemeinde so zeitig wie möglich im Frühjahr beginnen. Mit der Erweiterung der Hauptnutzfläche des Anbaus um 40 Quadratmeter, will Bürgermeister Erwin Karg die maximal mögliche Förderung durch den Freistaat ausnutzen. Die Regierung von Oberbayern habe signalisiert, dass dies möglich sei. Mehr Platz sei auf jeden Fall pädagogisch wertvoller, so seine Argumentation, trotz der Mehrkosten von circa 30000 Euro.

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