Weniger Tote und Schwerverletzte

Im vergangenen November kollidierte ein Traktor mit einem Rettungswagen. Die vier Insassen wurden jedoch nur leicht verletzt. Foto: kb-Archiv

604 Mal musste die Dießener Polizei im vergangenen Jahr ausrücken, um Verkehrsunfälle in ihrem Zuständigkeitsbereich aufzunehmen – 25 Mal mehr als noch im Jahr 2009. Doch die Verkehrsstatistik, die die Polizeiinspektion nun veröffentlichte, offenbart auch positives: Die Anzahl der Schwerverletzten und Todesopfer ging deutlich zurück.

Zwar wurden insgesamt mehr Personen bei Unfällen verletzt, die Zahl der Schwerverletzten sank jedoch von 21 auf 16. Kamen im Vorjahr noch drei Verkehrsteilnehmer ums Leben, verzeichnete die Dießener Polizei 2010 nur einen tödlichen Unfall. Eine 34-Jährige hatte im Oktober zwischen Dießen und Entraching die Kontrolle über ihren Wagen verloren und war gegen einen Baum geprallt. Der Großteil der Unfälle endete jedoch glimpflich. Während innerorts zumeist Unaufmerksamkeiten der Fahrer beim Ausparken oder Vorbeifahren Blechschäden verursachten, riefen außerorts zumeist Kollisionen mit Wildtieren die Ordnungshüter auf den Plan. Aus diesem Grund weist Dienststellenleiter Hartwin Lang darauf hin, die Warnschilder in den waldreichen Bereichen der Ammerseegemeinden ernst zu nehmen. Sollte es dennoch zu einer Kollision kommen, sei der Fahrer verpflichtet, sofort die Polizei zu verständigen und die Unfallstelle abzusichern. Welch tragischen Ausgang eine unterlassene Absicherung nehmen kann, zeigt ein Verkehrsunfall, der sich unlängst im benachbarten Landkreis Weilheim-Schongau zugetragen hat. Bei einem Ausweichmanöver vor einem toten Tier verloren zwei Menschen ihr Leben. Während sich die Zahl der Unfallfluchten nur leicht von 156 auf 150 verringerte, sank die Zahl der Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss um fast 50 Prozent von 10 auf 6. 45 alkoholisierten Autofahrern entzogen die Dießener Beamten zudem den Führerschein. Als Unfallschwerpunkt entpuppte sich die Kreuzung zwischen de Kreisstraße 23 mit der LL 6 und der Stauseestraße im Bereich der Gemeinde Finning. Noch immer werde hier die zulässige Höchstgeschwindigkeit von einigen zum Teil deutlich überschritten, stellt der Dienststellenleiter fest. Daher werde es auch zukünftig Messungen per Laserpistole geben. Die Strecke zwischen Dießen und Fischen, die jahrelang eine erhöhte Anzahl von Verkehrsunfällen aufwies, trat dagegen nicht mehr auffällig in Erscheinung. Die Sanierung der Fahrbahn sowie mehr Kontrollen hätten sich hier offenbar positiv ausgedrückt, meint Lang zufrieden. Auch die Autobahnausfahrt bei Eching verzeichnete 2010 weniger Unfälle als in den Vorjahren. Lob für Feuerwehren Ein Lob hat der Dienststellenleiter für die Freiwilligen Feuerwehren des Ammerseewestufers. In vielen Fällen verhinderten diese durch ihren Einsatz Folgeunfälle und Staus und leisteten damit einen „unschätzbaren Beitrag zur Sicherheit“. Insgesamt bewege sich der Großteil der Verkehrsteilnehmer am Ammersee-Westufer „verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll“, bilanziert Lang, mahnt aber auch, die Gefahren nicht zu unterschätzen: „Trotz aller Technik können äußere Einflüsse wie Straßenzustand, Witterung und Unübersichtlichkeit immer wieder zu schweren Unfällen führen.“

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