Wenigere, aber längere Einsätze bei der Feuerwehr Dießen

Auch 2008 ist die Zahl der Einsätze der Dießener Feuerwehr gesunken. Insgesamt musste die Wehr 137 (2007 waren es 175) mal zu Einsätzen ausrücken. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, der auf der Generalversammlung am Samstagabend im Gasthof „Unterbräu“ vorgestellt worden ist. Dabei leisteten die Floriansjünger 2657 Einsatzstunden, was allerdings eine Steigerung von 120 Stunden bedeutet, wie Kommandant Robin Ederer betonte.

„Das Einsatzjahr begann am 1. Januar mit einer geborstenen Schaufensterscheibe am Marktplatz und endete am 29. Dezember mit dem Brand einer Sauna bei Hardys in Greifenberg“, resümierte der Kommandant der 69 Aktiven Dießener Feuerwehrmänner. Dazwischen liegen unter anderem 20 Brandeinsätzen, die mit 453 Stunden zu Buch schlagen. „Hierbei ist besonders auffällig, dass es weniger in Dießen, dafür öfters in Utting und Schondorf brennt. Warum, kann ich nicht sagen“, betonte Ederer. Darüber hinaus leisteten die Brandschützer bei 99 technischen Hilfeleistungen 1837 Einsatzstunden. Diese teilen sich in Öl- und Unwetterschäden, Vermisstensuchen, Leichenbergungen Sicher- heitswachen sowie Verkehrsunfällen auf. Dabei hob der Kommandant einen Ölschaden am 6. Januar am Vogelherd hervor, der für fünf Einsätze sorgte, oder das Sturmtief am 1. März, das den Feuerwehrmännern weitere 13 Einsätze bescherte. Aber auch an viele tragische Unfälle erinnerte Ederer seine Mannschaft – an die Unfallserie im April, die sich auf der Staatsstraße zwischen Dießen und Fischen ereignet hatte, wo als trauriger Höhepunkt eine junge Frau ihr Leben verlor. Ebenso der Unfall im Juli zwischen Dießen und Entraching, die einem jungen Finninger das Leben kostete. Mit Blick auf die schrecklichen Bilder und das Leid, mit denen die Feuerwehrmänner bei solchen Unfällen oder wie aktuell bei der Vermisstensuche an der Hochbruck konfrontiert werden, bot Bürgermeister Herbert Kirsch an: „Wenn Ihr Hilfe braucht, dies zu verarbeiten, dann bekommt ihr diese auch.“ Zudem rief er die Dießener Bevölkerung auf, förderndes Mitglied der Feuerwehr zu werden: „Es wäre toll, wenn jede Familie wenigstens ein Mitglied stellen würde. Dies wäre eine Anerkennung der Arbeit unserer Feuerwehr, auf die wir uns immer verlassen können.“ Dies kommt aber nicht von ungefähr, denn um fit zu bleiben, absolvierten die Aktiven der Feuerwehr Dießen 4002 Übungs- und Arbeitsstunden. In der Summe leisteten sie damit 6659 Stunden freiwilligen Dienstes am Nächsten. Auf der Versammlung wurde zudem Ludwig Fink zum neuen Jugendwart bestellt. Er konnte in seiner neuen Funktion auch gleich vier Neuzugänge verkünden. Damit sind 13 Jugendliche bei der Dießener Feuerwehr tätig. Beförderungen und Ehrungen Zum Feuerwehrmann wurden befördert: Maximilian Eberl, Peter Pinetz, Alexander Rid. Zum Oberfeuerwehrmann: Stefan Bukoll, Sebastian Ederer, Christoph Ehrensperger, Sebastian Ender, Ludwig Fastl, Michael Feldhahn, Michael Neckermann und Markus Ripper. Geehrt wurden: Florian Bernhard (20 Jahre), Stefan Bukoll, Julian Schuppe und Dominic Wimmer (alle zehn Jahre).

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