Blumenwiese vor dem Marienmünster

Wenn Hochwürden in Dießen gartelt

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Pfarrer Josef Kirchensteiner (links) packte kräftig mit an bei der Erweiterung der Blühwiese vor dem Marienmünster. Die Helfer der Pfarreiengemeinschaft Dießen schaffen hier unter Anleitung von Naturgärtner Christoph Wegner (rechts) ein Wildblumen-Paradies für Bienen und Co.

Dießen – Die viele Gartenarbeit im vergangenen Jahr hat sich gelohnt: Die Blühwiese vor dem Münster ist inzwischen ein Paradies für Wild- und Honigbienen, Hummeln, Schmetterlinge und alles, was so kreucht und fleucht in der Ammersee-Region. Hunderte Krokusse, Blausterne und Wildblumen blühten zur Freude von Pfarrer Josef Kirchensteiner zum Fronleichnamsfest.

Jetzt wurde die Blühwiese in einer Gemeinschaftsaktion von „Bund Naturschutz“ und der Arbeitsgruppe „Eine Welt – Schöpfung bewahren“ der Pfarreiengemeinschaft Dießen um ein großes Stück erweitert.

Unter der fachkundigen Anleitung von Naturgärtner Christoph Wegner aus Frickenhausen wurde die Mahd der abgeblühten Margeriten aus dem Pfarrgarten zusammen mit anderem Blumensaatgut in die Wiese vor dem Marienmünster eingearbeitet. Viele freiwillige Helfer waren mit Begeisterung dabei und als anpackendes Vorbild natürlich auch Pfarrer Josef Kirchensteiner.

Seine Motivation: „Der Insektenwelt geht es schlecht. Monokulturen und Pestizide setzen ihr gewaltig zu. Fachleute sagen, dass in Deutschland fast 80 Prozent der Insektenbestände verschwunden sind.“ Darum hätten er und die Dießener Gruppe schon im vergangenen Jahr beschlossen, etwas für den Erhalt der Artenvielfalt zu tun. Denn der christliche Glaube sehe die Welt als Gottes gute Schöpfung, die es zu gestalten und zu bewahren gelte. Die Sorge um die „Mutter Erde“ sei eine der wichtigsten Überlebensfragen für unseren Planeten.
Dieter Roettig

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