Wenn zehn Minuten entscheiden

Im Spitzenspiel der Landesliga-Süd haben die Handballer des TSV Landsberg in einer spannenden Partie, lange Zeit gute Chancen gehabt, sich für die Hinspiel-Niederlage gegen den SC Kissing zu revanchieren. Aber schwache zehn Minuten in der zweiten Hälfte gaben dann den Ausschlag für die letztlich klare Niederlage.

Für beide Mannschaften war ein Sieg wichtig, um im Kampf um den zur Relegation berechtigenden zweiten Tabellenplatz dabei zu bleiben. Entsprechend entschlossen begannen sie und es entwickelte sich ein schnelles und sehenswertes Spiel (2:2/ in der 3. Minute). Die Landsberger agierten im Angriff zwar zielstrebig, hatten aber durchgehend in der Abwehr Schwierigkeiten die individuell starken Gäste wirksam zu stoppen. Immer wieder setzten sich die gegnerischen Spieler bei 1:1-Situationen durch und befreiten sich selbst. Oder aber sie schafften es, den Ball zum freiem Nebenmann weiterzuspielen. Da fehlte den Aktionen der Landsberger Abwehr die notwendige Entschlossenheit. Aber trotzdem gingen sie sogar zeitweilig in Führung (7:5/9.). Bis sich ins Landsberger Spiel ein paar Nachlässigkeiten einschlichen, die die Kissinger treffsicher bestraften. Etliche unnötige leichte Ballverluste ermöglichten den Gästen mit schnellen Gegenstöße nun ihrerseits in Führung zu gehen und diese auszubauen (11:15/20.). Aber dann kämpften sich die Landsberger bravourös wieder in die Partei zurück, arbeiteten in der Abwehr konzentrierter und holten sogar noch in Unterzahl wieder auf. Mit einem klug gespielten Gegenstoß drehten sie den Rückstand in der 24. Minute zur abermaligen 16:15 Führung. Im gut besuchten Sportzentrum war der Jubel groß, für die Zuschauer war nun wirklich etwas geboten. Ein Rückschlag war es dann jedoch für den TSV, als der aufmerksame Landsberger Torwart Benjamin Kobold verletzt vom Platz musste. Kissing nutzte dies mit schönen Kreisanspielen und konnte dafür ein 18:19 mit in die Kabine nehmen. Aber die Gastgeber steckten das dann anfangs der zweiten Hälfte gut weg und hielten die Partei weiter offen (24:23/42.). Bei besserer Chancenverwertung hätte man so gar wesentlich deutlicher vorne liegen können. Dann kamen jedoch die zehn Minuten. die das Spiel entschieden. Statt drei „100-Prozent-Chancen“ zu verwerten, fingen sie sich einen Gegenstoß nach dem anderen ein und setze auch noch unvorbereitete Wurfversuche und Fehlpässe drauf. Kissing dagegen profitierte weiter von den guten Einzelangriffen und präzisen Kreisanspielen. So lag Landsberg dann unversehens und das Spiel entscheidend zurück (25:31/51.). Die Mannschaft bäumte sich zwar noch auf, erzielte eine Reihe schöner Treffer, aber mehr als den Abstand nicht wachsen zu lassen war nicht drin. Die Kissinger Angriffe bekam man insgesamt einfach nicht in den Griff. "Nicht konsequent" „Kissing gehört zu den Mannschaften mit denen wir uns in der Abwehr einfach schwer tun“, beurteilt Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel. „Sie haben nicht die großen Rückraumschützen, sind aber individuell stark und kommen mit ein paar Wacklern und Hacken bei uns immer wieder durch. Da gehen wir in der Abwehr einfach nicht konsequent genug zur Sache. Aber trotzdem hätten wir es sogar schaffen können, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten.“ Jetzt, in der nächsten Woche, geht es zum abstiegsgefährdeten TSV Milbertshofen. Keine leichte Aufgabe – schon im Hinspiel taten sich die Landsberger schwer – und Milbertshofen braucht jeden Punkt.

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