Kein PULS, kein Ritterturnier

Wenn‘s leer wird auf Schloss Kaltenberg

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Menschenmassen wären auch beim PULS Open Air Festival des Bayerischen Rundfunks zu erwarten gewesen – weshalb auch diese Veranstaltung dem Virus zum Opfer fällt.

Kaltenberg – Weltweit sorgen die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Regierungsentscheidungen für Absagen oder Verschiebungen von Veranstaltungen. Das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August macht auch vor Schloss Kaltenberg nicht halt, einer der größten Event-Locations der Region. Heinrich Prinz von Bayern, Geschäftsführer der „Ritterturnier Kaltenberg Veranstaltungs GmbH“, gab jetzt schweren Herzens die Verschiebung des 41. Turniers auf das kommende Jahr bekannt.

Die Turniere samt Rahmenprogramm sollten zwischen dem 10. und 26. Juli stattfinden. Da aber hier Besucher und Zuschauer „hautnah und mit allen Sinnen ins Mittelalter eintauchen“, sei eine Absage und Verschiebung unausweichlich gewesen.

Dazu Prinz Heinrich: „Als Veranstalter des Ritterturniers haben wir das Ziel, unserem Publikum jedes Jahr aufs Neue ein unvergleichliches Mittelalter-Erlebnis zu bieten. Das könnten wir dieses Jahr auch durch eine Verschiebung in den Herbst nicht gewährleisten.“ Bei über tausend Mitwirkenden auf dem gesamten Gelände sei diese Neukoordinierung schwer realisierbar, ergänzt Markus Wiegand, Pressesprecher von Schloss Kaltenberg.

Also zog man die Notbremse und verlegte das größte Ritterturnier der Welt auf den Juli 2021. Es beginnt mit der traditionellen Gauklernacht am 9. Juli und endet mit einem Tagesturnier am 25. Juli.

Nicht nur das verlegte Ritterturnier bedeutet einen herben finanziellen Verlust für die „Ritterturnier Kaltenberg Veranstaltungs GmbH“. Auch als Vermieter des Schlossgeländes und der zehntausend Besucher fassenden Arena fallen heuer bedeutende Einnahmen weg.

So wurden die „Gartentage“ vom 8. bis 10. Mai abgesagt, ebenso das PULS-Open-Air-Festival des Bayerischen Rundfunks am 5. und 6. Juni. Für die erwarteten rund 7.000 jungen Besucher waren bereits 60 Bands und DJs gebucht.

Der Corona-Pandemie und dem einhergehenden Veranstaltungsverbot fällt auch das „Military Tattoo“ am 1. August zum Opfer. Britische und internationale Militärkapellen mit rund 1.600 Musikern sollten in der Arena für Stimmung sorgen. Damit finden auch die im Vorprogramm geplanten „Highland Games“ mit bärenstarken Männern und Frauen und schottischen Traditionswettkämpfen nicht statt.

Auf eine Terminverschiebung statt einer Absage von Carl Orffs „Carmina Burana Cavallo“ hoffen noch die Veranstalter des kombinierten Musik- und Pferdespektakels, das am 8. August im Rahmen des „Carl Orff Festes Andechs-Ammersee“ stattfinden sollte.

Über neue Termine für die abgesagten Veranstaltungen ergeben wird der KREISBOTE umgehend informieren.
Dieter Roettig

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