"Es wird großartig"

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Sabine Djahanschah von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt übergibt die Förderzusage an IWL-Geschäftsführer Christian Boenisch.

Landsberg – Noch sieht man dem Rohbau in der Rudolf-Diesel-Straße nicht an, dass er ein Vorzeigeobjekt mit Modellcharakter wird. Doch der Bau ist hoch innovativ. Dafür erhielten die IWL Werkstätten jetzt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) einen Zuschuss in Höhe von rund 400000 Euro.

„Gewerbebauten sind oft kurzlebig, müssen sich in wenigen Jahren rechnen und werden dann womöglich wieder abgerissen“, sagte DBU-Vertreterin Sabine Djahanschah am Montag bei der Übergabe der Fördergelder an IWL-Geschäftsführer Christian Boenisch. Genau das soll beim IWL-Neubau anders werden. Das Gebäude wird so gestaltet, dass es bei Bedarf mitwachsen kann. Es erhält eine weitgehend vorgefertigte Hülle mit flexiblen Außen- und Innenwänden in Holzbauweise.

Das Gebäude soll optimal gedämmt werden und seine Energie mittels einer Photovol-taikanlage und eines Holzkessels – befeuert durch Produktionsabfälle – selbst erzeugen. In letzter Konsequenz will man einen Plusenergiestandard erreichen. Der Gesundheit der Mitarbeiter und der Umwelt dient das geplante Beleuchtungskonzept mit umfangreicher Tageslichtnutzung, ergänzt durch LED-Technik.

„Es wird großartig“, brachte es IWL-Geschäftsführer Boenisch auf den Punkt. „Hier entsteht ein Kompetenzzentrum für angepasste Arbeit.“ Möglich geworden war das Bauprojekt durch eine Millionenerbschaft, die eine vermögende Gönnerin der IWL hinterlassen hatte. In dem Neubau sollen nach den Worten des Architekten; Professor Hermann Kaufmann, die Schreinerei und die Lackiererei untergebracht werden, dazu der IWL-Laden sowie Lager- und Montageflächen. Die Betriebsgebäude gruppieren sich um einen „Dorfplatz“ als Treffpunkt und Kommunikationszentrum.

Noch sieht man allerdings kein Holz. Die massive Betondecke habe sich aus Kostengründen nicht vermeiden lassen, so Kaufmann. „Aber Aufstockung und Halle entstehen aus naturbehandeltem Holz, das mit der Zeit auch die typische Holzpatina bekommen wird.“

Als Vertreterin der Stadt beglückwünschte Dritte Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller die IWL zu dem innovativen Projekt. „Der Produktionsstandort Landsberg wird nachhaltig ausgebaut.“ Bereits bei der Vorstellung des Bauvorhabens im Stadtrat sei die Begeisterung übergesprungen. Besonders unterstrich Knollmülller, dass die IWL Menschen mit Behinderung die selbstbestimmte Teilnahme am Arbeitsleben ermögliche.

Dies lobte auch Barbara Juchem als Behindertenbeauftragte des Landkreises. Außerdem füge sich der Neubau gut in das Klimaschutzkonzept des Landkreises ein. „IWL hilft, die Energiebilanz des Landkreises zu verbessern“, so Juchem.

Ulrike Osman

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