Stadtbildprägender Standort

Wettbewerb für Landsbergs neue Schlossbergschule

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Derzeit verwaist: die Schlossbergschule. Mit der Auslobung eines Architektenwettbewerbes beginnt jetzt die vorbereitende Phase der Wiederbelebung.

Landsberg – Dass die Schlossbergschule als Schulstandort erhalten bleiben soll, hat der Stadtrat bereits vor zwei Jahren beschlossen. In dem leerstehenden ehemaligen Mittelschulgebäude soll eine vierzügige Grundschule entstehen. Nun geht es an die Umsetzung, und die erfordert aufgrund des stadtbildprägenden Standorts besonderes Fingerspitzengefühl. Deshalb wird als erster Schritt ein Architek­tenwettbewerb ausgelobt.

Inhaltlich geht es um die Erweiterung und Umstrukturierung des 1905 erbauten, denkmalgeschützten Gebäudes und die Freiflächengestaltung. 400 Kinder und 40 Lehrkräfte sollen hier unterkommen, eine Mittagsbetreuung mit gut 200 Plätzen und „dringend benötigte Ganztags-Angebote“, wie Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) in der jüngsten Bauausschusssitzung erklärte. Für Sportflächen und eine Sporthalle fehlt der Platz, es solle aber eine Gymnastikhalle entstehen. Die Freiflächen werden öffentlich zugänglich bleiben.

Für die Baumaßname soll die Altstadtsatzung gelten, obwohl die sich eigentlich auf Wohnge­bäude bezieht. Konkret bedeutet das auch auf dem Schlossberg: verputzte Baukörper und geneigte Dachflächen mit roter Ziegeleindeckung. Planer Walter Landherr, dessen Büro den Architektenwettbewerb betreuen wird, hätte es den Bürgern gegenüber schwer vermittelbar gefunden, wenn die Stadt sich an diesem exponierten Standort nicht an ihre eige­nen Vorgaben halten würde.

An dem Wettbewerb können sich 18 Planungsbüros beteiligen. Zwölf Plätze werden nach einem Bewerbungsverfahren vergeben, die übrigen sechs Teilnehmer sind gesetzt, „alles erfahrene Schulbaubüros“, wie Landherr sagte.

Christian Hettmer (CSU) kriti­sierte, dass dem Bauausschuss der Auslobungstext noch nicht vorlag. Der allerdings werde erst in der Preisrichtervorbesprechung festgelegt, wie Baumgartl erwiderte. Ein Entwurf soll zwei Wochen vorher für die Stadträte vorliegen. Hettmers weitere Anmerkung, man schaffe mit dem Umbau „keinen neuen Schulplatz“ widerlegte Stadtbaumeisterin Birgit Weber mit dem Hinweis, dass ja die Schulstandorte Spitalplatz (zweizügig) und Pössinger Straße (einzügig) zusammengelegt würden, die neue Schule aber vierzügig sein werde. „Also schaffen wir schon neue Plätze.“

Einstimmig beschloss der Bauausschuss letztlich, die Verwaltung mit der Auslobung und Durchführung des Realisierungswettbewerbs zu beauftragen. Neben Fachleuten sind im Preisgericht von politischer Seite OB Baumgartl sowie ihre beiden Stellvertreter Moritz Hartmann (Grüne) und Felix Bredschneijder (SPD) sowie Denkmalschutzreferentin Petra Ruffing (CSU) vertreten.
Ulrike Osman

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