Vom Wetter verwöhnt

Besser hätte es für die Organisatoren (Hardy’s) des 7. Landsberger Stadtlaufs nicht laufen können: Mit spätsommerlichen Temperaturen, die manch Zuschauer schleunigst aus der mitgebrachten Winterjacke trieben, und Sonnenschein bot das Wetter am vergangenen Sonntag perfekte Bedingungen für die Athleten. Rund 400 Läufer waren gekommen, um den Rundkurs durch die Altstadt und den Englischen Garten in Angriff zu nehmen.

Egal, ob fünf Kilometer, zehn Kilometer oder gar Halbmarathon: Für alle Läufer ging es um 13.15 Uhr gemeinsam auf die Strecke, weshalb es einige Zeit dauerte, ehe auch der Letzte das Start- und Zieltor am Hauptplatz passiert hatte. Auf der Strecke, die über den Lechsteg, vorbei am Mutterturm bis zur Lechstaustufe 15 und zurück über die Katharinenbrücke führte, zog sich das Feld jedoch schnell in die Länge. Während es für die Zuschauer schwer war, zu unterscheiden, welcher Läufer denn nun auf welcher Distanz in Führung lag, mühte sich Moderatorin und Geschäftsführerin der Hardy’s Fitnessclubs, Anne Klinke, die Übersicht über die nach und nach ins Ziel kommenden Athleten zu bewahren. Mit schier unermüdlicher Ausdauer ratterte sie Namen auf Namen herunter und hielt den um Atem ringenden Läufern lächelnd das Mikrofon hin – was meist allerdings nicht mehr als ein paar dahingeschnaufte Wortfetzen ergab, ehe sich die Interviewten zum aufgebauten Erfrischungsstand schleppten. Nur einer wirkte so, als sei er gerade vom Warmlaufen gekommen und nicht von einem harten 10-Kilometer-Rennen, als er sich kurz nach dem Zieleinlauf zu Klinke auf die Bühne begab. Schon Minuten zuvor hatte die Moderatorin Roland Lüdtke von den Ammersee Triagators dem Publikum als wahrscheinlichen Sieger des Stadtlaufes vorgestellt – eine Ein­- schätzung, die sich schließlich be­- wahrheitete. In einer Zeit von 35:29 Minuten sicherte sich der Uttinger bei seiner siebten Teilnahme den ersten Sieg über die 10 Kilometer-Distanz. Zuvor hatte Lüdtke jahrelang mit dem 2. Platz hinter Seriensieger Richard Friedrich vorlieb nehmen müssen. Da Friedrich jedoch kurz zuvor beim Berlin-Marathon angetreten war, wo er immerhin bester Deutscher wurde, hatte er diesmal auf eine Teilnahme verzichtet. Es sei ein „unbeschreibliches Gefühl“, endlich ganz oben zu stehen, freute sich Lüdtke über seinen Erfolg, den ihm an diesem Sonntag niemand streitig machen konnte. Der zweitplatzierte Augsburger Thomas Siegmund war mit einer Zeit von 36:32 Minuten rund eine Minute langsamer als der 42-Jährige, der es sichtlich genoss, sein eigenes Tempo laufen zu können. „Das war optimal.“ Nur die Stadtmeisterschaft blieb Lüdtke als Uttinger verwehrt. Den Titel sicherte sich stattdessen David Fleer, der in 39:35 Minuten Gesamtzehnter wurde. Bei den Frauen war Stefanie Müller die schnellste Landsbergerin. Mit einer Zeit von 45:45 Minuten lief die Viertplatzierte rund eine Minute nach der souveränen Gesamtsiegerin Anja Hübner (44:35) ins Ziel. Für die 22-Jährige war es der zweite Stadtmeister-Titel nach 2008. Dass es nicht zum Gesamtsieg gereicht hatte, nahm Müller locker: „Ich mach’ das Laufen ja nur hobbymäßig. Dafür war das voll in Ordnung.“ Dem hatte auch die Moderatorin nichts mehr hinzuzufügen. Alle Ergebnisse gibt es im Internet: www.hardys-freizeit.de.

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