Wettrüsten für die Liga

„Nach der Saison ist vor der Saison.“ Nein, dieses Zitat stammt nicht etwa von Fußballtrainer-Legende Sepp Herberger, sondern von EVL-Chefin Karin Federl. In einem Statement auf der Homepage des Vereins schreibt sie, man sei bereits mitten in den Vorbereitungen zur neuen Spielzeit.

Einige Weichen wurden bereits im Laufe der vergangenen Woche gestellt. So ist Marcus Knöferl neuer Marketingbeauftragter und löst damit Hans-Jürgen Böttcher ab. Böttcher, der im Verein mit mutigen Aussagen immer wieder für Wirbel ge- sorgt hat, soll dem Verein aber erhalten bleiben. „Über meine Agentur bin ich weiter mit dem EVL verbunden.“ Soll heißen, es gibt Spon- soren, die fortan über den „Freien Agenten“ Böttcher statt über den „Marketingbeauftragten“ Böttcher Werbung beim Verein machen. „Finanzieller Verlust entsteht dem EVL dabei nicht, weil meine Provision in etwa die gleiche ist“, erläutert Böttcher. Eines ist ihm dann aber doch sauer aufgestoßen: „Am Montag habe ich vom Verein eine schriftliche Vereinbarung per Fax bekommen, dass wir weiter zusammenarbeiten.“ Er habe sich daraufhin einen Tag Bedenkzeit erbeten, so Böttcher. Allerdings soll keine halbe Stunde später bereits eine e-Mail an alle Sponsoren gegangen sein, dass Böttcher nicht mehr für das Marketing beim EVL 2000 zuständig sei. Böttcher bestätigt auch, dass es in der Zwischenzeit ein Gespräch zwischen ihm und der Vereinsführung gegeben habe und die Angelegenheit ausgeräumt sei. Für die Sponsoren, die der Ex-Marketingbeauftragte an Land gezogen hat, solle er dafür eine „kleine finanzielle Entschädigung“ bekommen. Seinem Nachfolger, Marcus Knöferl, scheint Böttcher nicht viel zuzutrauen. „Ich denke, dass in vier Monaten Probleme auftauchen.“ Keinen Gedanken daran verschwendet Torhüter Peter Holmgren. Der Deutsch-Schwede, der während der Saison für den äußerst schwachen Varian Kirst kam, unterschrieb beim EVL 2000 einen Zwei-Jahres-Vertrag. Neben Markus Rohde und Sebastian Wolsch ist der Goalie bereits der dritte Spieler, der sich längerfristig an den Verein gebunden hat. Vereinsvorsitzende Karin Federl war bis Redaktionsschluss des KREISBOTEN für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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