Wieder bleibt der Dreier aus – TSV Landsberg verliert gegen Affing mit 2:3

Der TSV Landsberg hat innerhalb einer Woche die zweite Heimniederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Jochen Frankl unterlag dem FC Affing mit 2:3 Toren und rutschte dadurch auf Platz 13 in der Landesliga Süd ab. Nach Spielende sah Sebastian Bonfert zu allem Überfluss noch die Rote Karte wegen einer angeblichen Schiedsrichterbeleidigung.

Eigentlich hatten sich die Fußballer des TSV Landsberg vor dem Punktspiel gegen Affing unendlich viel vorgenommen: Beim Publikum war Wiedergutmachung für die schlechten Heim­auftritte angesagt, den richtigen Rhythmus im Spiel­-aufbau wollte man finden, konsequente Abwehrarbeit, insbesondere eine stabile Viererkette sollte präsentiert werden, eine bessere Quote bei der Chancenverwertung sollte erreicht werden, vor allem aber mussten endlich wieder einmal drei Punkte eingefahren werden. Leider hatte der TSV die Rechnung ohne den FC Affing gemacht. Der Traum vom ersten Dreier seit nunmehr sieben Wochen zerplatzte wie eine Seifenblase. Trainer Jochen Frankl musste erneut auf Patrick Starker (Knieverletzung) und Johannes Müller (Rotsperre) verzichten, zudem war Spielmacher Sebastian Bonfert aus beruflichen Gründen nicht in der Startelf. Bei den Lechstädtern vermisste man bereits in der Anfangsphase des Spiels den notwendigen Druck auf das gegnerische Tor. Es fehlten die zündenden Ideen im Spielaufbau, die Pässe im Mittelfeld kamen zu ungenau und leichtsinnige Ballverluste der Abwehrspieler ließen so manchen Zuschauer den Atem stocken. Umso überraschender dann der Führungstreffer für Landsberg in der 24. Minute. Eyman Özer hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und den scharfen Flankenball beförderte Marco Klages per Flachschuss zum 1:0 ins Netz. Die Freude währte nur eine knappe Viertelstunde, denn nach einem Abwehrschnitzer von Sebastian Mayr schnappte sich Dominik Sandner den Ball und hämmerte ihn aus 20 Metern halblinker Position unhaltbar für Torwart Markus Obermayer genau in den Winkel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde Sebastian Kinzel im TSV-Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht und den fälligen Strafstoß verwandelte Patric Lemmer im Nachschuss zum 1:2-Pausenstand. In der zweiten Spielhälfte schickte TSV-Coach Frankl Sebastian Bonfert aufs Feld, doch der etatmäßige Spielmacher und Torjäger brachte nicht den erhofften Umschwung. In der 75. Minute die Vorentscheidung zu Gunsten des FC Affing, als Daniel Raffler den Ball zum 1:3 über die Linie drückte. Es folgten stürmische Angriffe des TSV Landsberg, die aber spätestens an der Strafraumgrenze von der Gästeabwehr zunichte gemacht wurden. In der 81. Minute keimte noch einmal ein Fünkchen Hoffnung auf, als Adem Sadak der Anschlusstreffer zum 2:3 gelang. Am Ende blieb jedoch der FC Affing die glücklichere Mannschaft und rettete einen verdienten Auswärtssieg über die Zeit. Nach dem Schlusspfiff gab es auf dem Rasen noch heftige Diskussionen und im Verlauf dieser Auseinandersetzungen holte Schiedsrichter Michael Krische die Rote Karte aus der Tasche und hielt sie dem Landsberger Kapitän Sebastian Bonfert vor die Nase – angeblich wegen einer Schiedsrichterbeleidigung. Auch wenn nach Aussage von Bonfert selbst und dem gegnerischen Spieler Sebastian Kinzel keine Verbalattacke gegen den Schiedsrichter geführt wurde, blieb Herr Krische bei seiner Entscheidung. Sein knapper Kommentar: „Alles Weitere entnehmen sie bitte meinem Spielbe­- richt.“ Das nächste Auswärtsspiel bestreitet der TSV Landsberg am kommenden Sonntag um 14 Uhr gegen den TSV Schwabmünchen.

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